MHH

Neue Methode macht Parkinson-Patienten Hoffnung

Auch einem Mann, der unter dem seltenen Steel-Richardson-Olszewski-Syndrom leidet, konnten die MHH-Ärzte helfen. Bei der neuen Variante der sogenannten tiefen Hirnstimulation implantierten Prof. Joachim Krauss, Direktor der Klinik für Neurochirurgie, und seine Kollegen den Betroffenen eine Elektrode in ein bestimmtes Areal ihres Hirnstamms. Diese Elektrode kann über einen Schrittmacher angesteuert werden. „Dieser Gehirnbereich ist ein ganz neues Zielgebiet, in dem man bisher nicht behandelt hat“, erklärt Krauss.

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Bisher stimuliert man bei Krankheiten wie der parkinsonschen Schüttellähmung ein Gebiet unter der Großhirnrinde, um Symptome wie Steifheit, Bewegungsarmut und Zittern zu lindern. Diese Probleme werden durch einen Mangel des Botenstoffs Dopamin ausgelöst. Bei schweren Gang- und Gleichgewichtsstörungen halfen den Betroffenen allerdings weder die Elektrostimulation noch Medikamente. Der Grund: Diese Symptome werden von einem anderen Hirnbotenstoff verursacht.

Genau dieses System wird offenbar beeinflusst, wenn die Neurochirurgen die Elektrode statt unter die Großhirnrinde bis in den tiefer gelegenen Hirnstamm vorschieben. Die tiefe Hirnstimulation ist nach Angaben des Neurochirurgen weltweit erst 50-mal angewandt worden. In der MHH wollen Krauss und seine Kollegen nun in Forschungsprojekten prüfen, bei welchen Krankheitsbildern das Verfahren möglicherweise noch eingesetzt werden kann.

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