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Linden-Nord

Neuer Bauernmarkt zieht auf Schmuckplatz

Auf dem Schmuckplatz wird es jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr einen Bauernmarkt geben.

Auf dem Schmuckplatz wird es jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr einen Bauernmarkt geben.

Linden-Nord.Seinem Namen wurde er nicht unbedingt gerecht – nun soll der Schmuckplatz zwischen Kötnerholzweg und Velberstraße eine neue Attraktion bekommen. Ein Bauernmarkt mit regionalen Erzeugern und Produkten wird zur Dauereinrichtung auf dem zentral gelegenen, aber bisher eher etwas tristen Platz. Der Förderverein Bauernmarkt Hannover, der stadtweit bereits zwölf solcher Märkte betreibt, bietet mit dem neuen Standort nun seinen ersten festen Markt in Linden an. Los geht es am Freitag, 19. Oktober. Dann wird die städtische Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette den Markt um 14 Uhr offiziell eröffnen. Fortan werden auf dem Schmuckplatz immer freitags von 14 bis 18 Uhr frische Waren verkauft.

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„Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt auch in Linden präsent sind“, sagt Ulrike Fricke, Geschäftsführerin des Bauernmarkt-Fördervereins. Es sei ein „Herzenswunsch“ gewesen, auch einen Markt in Linden zu betreiben, erklärt der Vereinsvorsitzende Klaus Hahne. Sieben Händler werden auf dem Schmuckplatz ihre Stände aufbauen. Es werde aufgrund der räumlichen Begrenzung kein großer, aber ein durchaus attraktiver neuer Standort, sagt Fricke: „Klein und kuschelig.“ Zunächst hatte sich der Verein für den Küchengartenplatz in Linden-Mitte interessiert. „Doch im Gespräch mit der Stadt haben wir festgestellt, dass diese Fläche wiederum zu groß ist und zu häufig auch anderweitig genutzt wird.“

Auf Anregung des Bezirksrats prüfte der Verein schließlich den Standort auf dem Schmuckplatz. „Der hat uns gut gefallen, auch die Nachbarschaft zu dem dortigen Café“, sagt Fricke. Der Bezirksrat ist ebenfalls zufrieden. „Mit dem Vorschlag für den Schmuckplatz haben wir uns auch eine durchaus gewünschte Aufwertung des derzeit etwas schmucklosen Platzes versprochen“, erklärt Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube.

Zu den Marktbeschickern, die bereits fest zugesagt haben, zählt der Biohof Asche aus Soltau, der frisches Gemüse und Freilandeier anbietet. Kern-, Stein- und Beerenobst sowie Säfte und Honig kommen von der Obstplantage Hahne aus Gleidingen. Brot- und Backwaren liefert die Moorbäckerei aus Röddensen, Käse von Schaf und Ziege steuert der Familienbetrieb Bergmann aus Betheln bei. Der Hof Korte aus Petershagen verkauft Fleisch und Wurst von der Pute aus homöopathischen Anbau; Produkte von Schwein, Rind und Hähnchen stellt der Neuland-Hof Runge in Nordsehl her. Zudem gibt es Schnittblumen aus eigenem Anbau von Thomas Lehnhoff aus Groß Escherde.

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Die Bauernmärkte setzten auf das Prinzip der kurzen Wege, erklärt Fricke. Alle 43 Erzeuger, die den beiden Bauernmarkt-Vereinen Hannover und Hildesheim angehören, produzierten in einem Umkreis von 100 Kilometern rund um Hannover. Zudem gebe es 29 Zulieferbetriebe, die nicht weiter als 50 Kilometer von den Marktbeschickern zu finden sind. Angeboten werden Waren aus konventioneller ebenso wie aus biologischer Produktion.

In enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werde regelmäßig kontrolliert, ob die Bauernmärkte die selbst gesetzten Bedingungen einhalten, erklärt Dennis Dix, Sprecher der Stadt Hannover. Die Stadtverwaltung habe den Markt am Schmuckplatz gemeinsam mit den Bauernmarkt-Betreibern vorangetrieben und die Fläche zur Verfügung gestellt, betont er.

„Ich wünsche den Machern viel Erfolg und gute Geschäfte“, sagt Bezirksbürgermeister Grube. „Und vielleicht werden es ja im Laufe der Zeit ja auch noch ein paar Händler mehr.“

Kommentar: Gute Idee mit Potenzial

Viel Verkehr rundherum, eine Trafostation in der Mitte und eine Reihe von Altglascontainern am Rand – der Schmuckplatz in Linden-Nord ist alles andere als ein Schmuckstück. Gleichwohl hat sich dort seit einiger Zeit ein netter Treffpunkt entwickelt: Ein modern-gemütliches Café mit Außengastronomie trägt vor allem bei schönem Wetter zur Belebung des Platzes bei. Es darf aber gern noch etwas mehr sein. Die Idee, den Schmuckplatz zumindest einmal in der Woche mit einem Bauernmarkt zur besonderen Anlaufstelle im Stadtteil zu machen, dürfte bei den Lindenern gut ankommen. Regionale Produkte liegen im Trend, besonders auch in Linden. Zwar ist die Zahl der Anbieter sehr überschaubar – allzu viel Raum bietet der inselartige Platz nun mal nicht. Gleichwohl kann sich dort durchaus ein kleiner, feiner Marktstandort entwickeln. Dem Schmuckplatz wird es auf jeden Fall guttun. Auch wenn er wohl nie zum funkelnden Objekt werden wird.

Von Juliane Kaune

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