Altes Allianz-Gebäude

Neues Hotel kommt direkt an den Aegi

Die Fassade des alten Allianz-Gebäudes ist denkmalgeschützt.

Die Fassade des alten Allianz-Gebäudes ist denkmalgeschützt.

Hannover. Die Planung für das Lindner-Hotel im alten Allianz-Gebäude am Aegi ist abgeschlossen. Das Düsseldorfer Unternehmen will dort eine Herberge seiner jungen Marke „Me and all Hotels“ etablieren. 160 Zimmer sind geplant, die Stadt hat jetzt die Baugenehmigung erteilt. Der Abriss startet voraussichtlich im Februar: Nur die denkmalgeschützte Fassade und einige Mauerteile dahinter bleiben stehen, der Rest des Gebäudes wird ebenso abgerissen wie das angrenzende Nachkriegshaus in der Marienstraße. Sie machen Platz für die Neubaubereiche des Hotels.

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Der Hotelmarkt in Hannover boomt derzeit. Obwohl die Zahl der Betten in zehn Jahren von 11 823 auf zuletzt 13 588 zugenommen hat, ist auch die Auslastung im gleichen Zeitraum von 35,3 auf 45,2 Prozent gestiegen - und das trotz des teils zurückgehenden Messegeschäfts. „Wir sind sicher, dass das ,Me an all Hotels’ eine gute Bereicherung für Hannover ist“, sagt Projektentwickler Thomas Malezki von der Hildesheimer Hanseatic-Gruppe, die den Umbau organisiert.

Junge Reisende sind die Zielgruppe. Entsprechend soll es viel Technik geben, zum Beispiel separate WLAN-Zugänge für jedes Zimmer. Vorbild ist das erste „Me an all Hotels“-Haus, das nächste Woche in Düsseldorf eröffnet. Die Rezeption ist zugleich der Bar-Bereich, Kulturveranstaltungen mit „Local Heroes“ soll es geben, etwa mit Musikern oder Literaten. „Der Standort in Hannover ist optimal“, schwärmt Malezki. Die U-BahnHaltestelle befindet sich direkt vor der Tür, Innenstadt und Hauptbahnhof sind zu Fuß zu erreichen, und von vielen Fenstern aus hat der Gast einen Blick auf Rathaus und den Glasturm der Nord/LB.

Die Räume im Inneren sind noch sehr von Behördennutzungen geprägt. Nach dem Krieg war hier zunächst die Direktion der Allianz, später das Sozialministerium ansässig. Nicht von den Beamten aber stammen die zahlreichen Graffiti, die überall im Erdgeschoss die Wände zieren: Im Haus hatte es während des Leerstands ein Kulturhappening gegeben, das Spuren hinterlassen hat. Diese werden Abbruch und Totalsanierung weichen - ebenso wie das stolze Glasfoyer mit Buntglaseinsätzen.

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Verhandlungen mit den Nachbarn hatten das Bauprojekt lange verzögert. Rund 18 Monate Bauzeit veranschlagt die Hanseatic. Der Abbruch allein wird etwa drei Monate dauern. Das neue Hotel soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 fertig sein.

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