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Nordstadt

Neues Zentrum für Musik geplant

In dem Rundbunker ist das Musikprojekt geplant.

In dem Rundbunker ist das Musikprojekt geplant.

Hannover.Ein bundesweit beispielhaftes Projekt soll in der Nordstadt verwirklicht werden: Den ehemaligen Rundbunker auf dem Gelände am Weidendamm will die Deutsche Rockmusik Stiftung zu einem Zentrum rund um das Thema Musik umbauen. Zum einen sollen technische Entwicklungen der Musikgeschichte in innovativen Ausstellungsformaten präsentiert werden. Zum anderen soll das Gebäude zum Anlaufpunkt für Musiker und Kreative aus der Branche werden. Eine Finanzierung von 4,5 Millionen Euro hat der Bund nun zugesagt. „Damit können wir das Projekt starten“, sagt Holger Maack, Vorstand der Stiftung.

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Unter dem Titel „Backward/Play/Forward“ soll das neue Zentrum unter anderem dokumentieren, welche Rolle Hannover in der Musiktechnik spielt. Die Historie rund um Schallplatten-Erfinder Emil Berliner etwa soll ebenso thematisiert werden wie zukünftige Entwicklungen. „Im Vordergrund steht die aktive Musikvermittlung für ein Fach- und Breitenpublikum“ erklärt Maack. Erlebnisausstellungen für Schüler seien ebenso geplant wie musikalische Experimente für den Nachwuchs.

„Zu 80 Prozent“ seien die weiteren Ideen für das Zentrum deckungsgleich mit dem von der Jazz-Musiker-Initiative geplanten House of Music, das mittels Proberäumen, Co-Working-Büros und Auftrittsmöglichkeiten ein sichtbares Netzwerk für Musiker werden soll. Ziel sei es daher, beide Konzepte unter einem Dach zu vereinen. Das könnte auch einen Schub für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt geben, meint Maack.

Nach seinen Vorstellungen könnte das Zentrum bereits 2022 eröffnet werden. Es gebe schon erste Kontakte zum Bauamt der Stadt. Die Stadt Hannover müsse sich an den Baukosten nicht beteiligen, sagt Maack. Sie soll aber bei den laufenden Kosten mit ins Boot geholt werden. Nach Auskunft von Daniel Gardemin, grüner Kulturpolitiker im Ratshaus, will die Ampelkoalition eine unbefristete Förderung von jährlich 50 000 Euro gewähren. Für das Projekt hatten sich die hannoverschen Bundestagsabgeordneten Yasmin Fahimi (SPD) und Sven-Christian Kindler (Grüne) eingesetzt.

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Von Juliane Kaune

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