Feuerwehrorchester

Opus 112 spielt im Kuppelsaal

Das Feuerwehrorchester Opus 112 probt für sein Neujahrskonzert am Sonnabend im Kuppelsaal.

Das Feuerwehrorchester Opus 112 probt für sein Neujahrskonzert am Sonnabend im Kuppelsaal.

Hannover. Das Feuerwehrorchester Opus 112 bereitet sich auf seinen großen Auftritt im Kuppelsaal des HCC vor. Am Sonnabend kommen die 70 Laienmusiker zum Neujahrskonzert zusammen, sie erwarten rund 2000 Zuhörer. In diesem Jahr steht der Auftritt unter dem Motto „Grenzenlos – Musik – Grenzenlos“ und hat die vielen Flüchtlinge in Hannover im Mittelpunkt. „Oft hören wir in dem Zusammenhang viel Negatives“, sagt Hugo Loosveld, Leiter des Orchesters. Diesem wollen die Musiker in diesem Jahr entgegentreten.

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In den letzten Tagen vor dem bereits fünften Neujahrskonzert proben die 70 Musiker fleißig im Tonstudio Tessmar in Brink-Hafen. Die Truppe besteht aus Studenten, Schülern, Rentnern und Berufstätigen unterschiedlichster Fachrichtungen. „Es ist ein sehr professionelles Orchester, das aber aus Laien besteht“, sagt Loosveld. „Wir machen Musik von Hannoveranern für Hannoveraner.“ Dieses Jahr stehen unter anderem die Stücke „Liberty Fanfare“ von John Williams und „Symphonic Dances from the ,West Side Story’“ auf dem Plan.

"Opus 112" macht sich für Flüchtlinge stark

Das Feuerwehrorchester "Opus 112" stellt sein Neujahrskonzert im HCC unter das Motto „Grenzenlos – Musik – Grenzenlos“. Deshalb sind nicht nur syrische und iranische Musiker beteiligt, sondern auch Flüchtlinge ins Publikum geladen.

„Musik aus allen Ländern klingt zunächst einfach“

Besonders stolz ist Dirigent Loosveld darauf, das Motto des Neujahrskonzerts auch in der Musik einzufangen. „Anfangs haben wir uns allerdings schwer getan, ein solches Programm auf die Beine zu stellen“, sagt er. „Musik aus allen Ländern klingt zunächst einfach, ist es aber nicht.“ Es sollte um Freiheit und Toleranz gehen, sofort kamen ihm unter anderem die Scorpions mit „Wind of Change“ in den Sinn. Doch je länger der Niederländer nachdachte und je mehr Gespräche geführt wurden, desto mehr wandelte sich der Konzertansatz. Im Laufe der Monate wurden Kontakte zu Flüchtlingen geknüpft und intensiviert. Und dabei stießen die Macher von Opus 112 auf ganz besondere Charaktere.

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Eine Entdeckung ist die 15-jährige Ghazal Mohammadi aus dem Iran. Sie lebt seit vier Jahren in Deutschland, laut Loosveld singt sie „einfach wunderbar“. Sie sang auf einer Geburtstagsfeier eines Orchestermitglieds, so wurde die Truppe auf die 15-Jährige aufmerksam. „Es freut mich total und ist eine große Ehre“, sagt Ghazal. Noch nie habe sie vor so einem großen Publikum gestanden, der Gedanke an die 2000 Zuhörer „macht mich ein bisschen nervös“. Zusammen mit Opus 112 wird sie im Kuppelsaal unter anderem „Respect“ von Aretha Franklin singen. Ebenfalls dabei ist die Musikgruppe Syriana, bestehend aus fünf in Deutschland lebenden Syrern. Sie bereichern das Programm um orientalische Klänge, laut Loosveld allerdings nicht im klassischen Sinne. „Ihre Musik ist überraschend und anders als sonst“, sagt er.

150 Flüchtlinge eingeladen

Ein Teil der Einnahmen geht an den Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover. Der Verein unterstützt Flüchtlinge durch Beratungen und Informationsveranstaltungen, gleichzeitig können die Menschen durch die Geldspenden am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Auch Opus 112 engagiert sich abseits der Spende aus den Ticketerlösen für Flüchtlinge. „300 Leute werden von uns zum Neujahrskonzert eingeladen“, sagt Hugo Loosveld. „Sie dürfen sich wie Promis fühlen.“ 150 Flüchtlinge und 150 Paten dürfen kostenlos in den Kuppelsaal.

Das Neujahrskonzert von Opus 112 im Kuppelsaal des HCC beginnt am Sonnabend um 19.30 Uhr. Tickets gibt es für 15 Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

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Von Peer Hellerling

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