Ermittlungen eingestellt

Peta scheitert mit Anzeige gegen den Zoo

Die Flamingos im Zoo Hannover werden artgerecht gehalten, erklärt die Staatsanwaltschaft.

Die Flamingos im Zoo Hannover werden artgerecht gehalten, erklärt die Staatsanwaltschaft.

Hannover. Die selbsternannten Tierrechtler von Peta hatten bundesweit 20 Zoos wegen der Haltung von Flamingos und Pelikanen angezeigt, darunter auch denjenigen Hannover. Dabei ging es um das regelmäßige Kürzen der Federn – laut Peta „eine Grausamkeit, die den Vögeln ihre natürliche Art der Fortbewegung verwehrt“. Davon könne keine Rede sein, erklärt die Staatsanwaltschaft Hannover. Die Behandlung sei dem Schneiden von Haaren oder Fingernägeln beim Menschen vergleichbar, schmerzfrei und somit harmlos. Das Verfahren wurde eingestellt.

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Die in Hannover lebenden rosaroten Chileflamingos, demnächst mit Balz und Brutgeschäft beschäftigt, stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Ihnen werden während eines jährlichen Routine-Gesundheitsuntersuchung die Federn auf der Flügelseite gestutzt. „In freier Wildbahn fliegen Flamingos, wenn sie fliehen, Futter oder Paarungspartner suchen. Im Zoo haben sie keine Feinde, Nahrung und Partner stehen ihnen unmittelbar zur Verfügung“, sagt der zoologische Leiter Klaus Brunsing.

Peta lehnt Tierhaltung in Zoos grundsätzlich ab und fährt immer wieder entsprechende Kampagnen. Aufsehen erregte diejenige gegen den hannoverschen Zoo wegen angeblicher Misshandlung von Tieren im Elefantengehege. Die dazugehörige Anzeige führte ebenfalls dazu, dass die Ermittlungen eingestellt wurden und eine Anklage unterblieb.

Von Bernd Haase

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