Nach nur einem Jahr

Rathaus-Pressechefin Annika Schach geht zurück zur Hochschule

Annika Schach verstand sich unter anderem als Sprecherin des ehemaligen OB Stefan Schostok, der inzwischen zurückgetreten ist.

Annika Schach verstand sich unter anderem als Sprecherin des ehemaligen OB Stefan Schostok, der inzwischen zurückgetreten ist.

Hannover. Erst nimmt der Chef seinen Hut, jetzt wirft auch seine Kommunikationsberaterin hin: Annika Schach, Kommunikationschefin im Rathaus, wechselt am 1. September wieder zur Hochschule, wenige Monate nachdem Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) von seinem Amt zurückgetreten ist. Über den Wechsel in der Pressestelle informierte Personaldezernentin Rita Maria Rzyski am Mittwoch die Ratspolitik im vertraulich tagenden Personalausschuss. Schach bestätigte gegenüber der HAZ den Termin, wollte sich aber nicht näher äußern.

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Schach gilt als Expertin für Krisenkommunikation

Der ehemalige Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hatte Schach erst vor einem Jahr ins Rathaus geholt. Die Professorin gilt als Expertin für Public Relations und Krisenmanagement. Damals hatte die Rathausaffäre um illegale Gehaltszulagen für Schostoks Büroleiter bereits für Wirbel gesorgt. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelte gegen Schostok wegen Untreueverdachts. Der bedrängte OB dürfte die PR-Expertin auch eingestellt haben, um seine Außenwirkung zu verbessern. "Ich verstehe mich als Sprecherin der Stadtverwaltung und auch des Oberbürgermeisters", sagte die 41-Jährige damals bei ihrer Einstellung.

Kritik aus der Ratspolitik

Ob ihr das Krisenmanagement gelungen ist, wird zumindest in der Ratspolitik bezweifelt. Verwundert sind Ratspolitiker noch immer, dass Schach ihrem Chef im entscheidenden Moment nicht zur Seite stand. Als Schostok am 30. April vor die versammelte Presse trat und seinen Rückzug vom Amt erklärte, war Schach abwesend. Ihre Stellvertreterin Kontanze Kalmus musste den letzten Presseauftritt des OB moderieren.

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Kalmus wird die Presseabteilung der Stadt ab September führen. Der neue OB, der Ende Oktober gewählt wird, solle zu gegebener Zeit eine neue Kommunikationsleitung bestimmen, heißt es im Rathaus.

Von Andreas Schinkel

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