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Förderprogramm

Region gibt 60 Millionen für Wohnungen

Planungsdezernentin Christine Karasch (von links), Sozialdezernentin Andrea Hanke und Regionspräsident Hauke Jagau stellen das Förderprogramm vor.

Planungsdezernentin Christine Karasch (von links), Sozialdezernentin Andrea Hanke und Regionspräsident Hauke Jagau stellen das Förderprogramm vor.

Hannover.Die Region Hannover unterstützt die Städte und Gemeinden in den kommenden drei Jahren mit jeweils 20 Millionen beim Wohnungsbau, insgesamt 60 Millionen Euro. Das Geld fließt nicht an die Bauherren sondern direkt an die Kommunen. Diese können mit den Zuschüssen ihre Infrastruktur ausbauen, zum Beispiel Kitas bauen oder Schulen sanieren. Einen Nachweis über die Verwendung des Geldes müssen die Kommunen nicht liefern. Es gehe nicht darum, die Städte und Gemeinden unter Druck zu setzen, sondern neue Möglichkeiten und Spielräume zu eröffnen, erläuterte Regionspräsident Hauke Jagau am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms.

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„Wir wollen damit einen Anreiz schaffen, dass relativ schnell gebaut wird“, sagte er. Für Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen werde es zunehmend schwerer, eine attraktive Wohnung zu finden. Jagau befürchtet außerdem gravierende wirtschaftliche Folgen, falls nicht mehr Wohnungen gebaut werden. „Wenn es uns nicht gelingt, in den nächsten Jahren mehr Wohnraum zu schaffen, wird der Wachstumsschub in der Region erheblich eingeschränkt“, erläuterte der Regionspräsident.

Nach Berechnungen von Planungsdezernentin Christine Karasch wird die Region im Jahr 2025 rund 38.000 Einwohner mehr haben. Deshalb müssten bis dahin 28.300 neue Wohnungen entstehen, weil es schon jetzt etwa 10.000 Wohnungen zuwenig in der Region gebe.

Dringend nötig sei vor allem bezahlbarer Wohnraum, betonte Sozialdezernentin Andrea Hanke. Teuere Wohnungen seien nicht nur für Hartz-IV-Empfänger ein Problem. Auch Familien mit mittlerem Einkommen und drei oder mehr Kindern hätten häufig Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

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Die Region will die Unterstützung nach der Art des Wohnraums staffeln. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern gibt es pro Wohneinheit einen Zuschuss für die Städte und Gemeinden in Höhe von 1500 Euro, bei Mehrfamilienhäusern einen Zuschuss in Höhe von 5500 Euro. Für Sozialwohnungen zahlt die Region zusätzlich 3000 Euro, wenn die Sozialbindung auf mindestens 20 Jahre festgelegt ist. „In den vergangenen 20 Jahren sind viele Neubaugebiete mit Ein- und Zweifamilienhäusern entstanden“, erläutert Karasch. „Bei Mehrfamilienhäusern gibt es deshalb einen erheblichen Nachholbedarf.“

20 Millionen Euro reicht nach den Berechnungen der Verwaltung für den Bau von rund 4000 Wohnungen. Sollte mehr gebaut werden, will die Region die Fördersumme aufstocken. Im Jahr 2017 wurden in der Region rund 3000 Wohnungen gebaut, im Jahr 2016 lediglich 2500 Wohnungen.

Das Förderprogramm ist Bestandteil des Haushaltsentwurfs 2019. Es muss in den politischen Gremien der Region noch beraten werden. Eine Zustimmung gilt jedoch als sicher, da mit dem Fraktionsspitzen von SPD und CDU Vorgespräche geführt wurden.

Von Mathias Klein

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