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Gendersternchen

Region Hannover will das Gendersternchen nicht

Im vergangenen Jahr wurde die Region für die Gleichstellungsarbeit von Bundesministerin Franziska Giffey in Berlin ausgezeichnet. Das Bild zeigt von links die Genderkoordinatorin der Region Karina Kroll, Ministerin Giffey, die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck, sowie die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, Mona Achterberg.

Im vergangenen Jahr wurde die Region für die Gleichstellungsarbeit von Bundesministerin Franziska Giffey in Berlin ausgezeichnet. Das Bild zeigt von links die Genderkoordinatorin der Region Karina Kroll, Ministerin Giffey, die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck, sowie die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, Mona Achterberg.

Hannover.Nach der Einführung der sogenannten gendergerechten Sprache im hannoverschen Rathaus, fordern die Grünen und die Linken diese jetzt auch für die Regionsverwaltung. In der Regionsverwaltung werde geschlechtergerechte Sprache zwar schon lange verwendet, heißt es in einem am Dienstag versendeten Antrag der Grünen. Es fehle aber die Anerkennung der Vielfalt der Geschlechter, schreibt die Fraktionsvorsitzende Evrim Camuz. Der Genderstern stelle diese Anerkennung dar.

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Gibt keinen Plan für den Gender-Stern

Regionssprecherin Christina Kreutz aber erteilt der Forderung eine Absage: „Es gibt aktuell nicht den Plan, den Gender-Stern einzuführen“, sagte sie in dieser Woche. „Wir werden weiterhin die weibliche und männliche Form voll ausgeschrieben verwenden.“ Auch die CDU-Fraktion lehnt die Forderungen ab. „Die gewachsenen Strukturen der deutschen Sprache sollten nicht durch politisch motivierte Eingriffe verunstaltet werden“, sagt CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek.

Die Grünen verweisen auf das Bundesverfassungsgericht, das in einem Urteil „die Einführung einer dritten Geschlechtsangabe für intersexuelle Menschen“ ermöglicht habe. Alle Menschen sollten zukünftig gleichermaßen genannt und dadurch mitgedacht werden. „Und das muss sich auch in der Schreibweise wiederfinden“, schreibt Camuz. Wenn „Lehrer*innen geschrieben werde, stelle das „heraus, dass es eine Vielfalt von Positionierungen gibt“.

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„Frauen sind ausgeschlossen“

Nach Ansicht von Camuz beeinflusst Sprache das Denken. Wenn immer nur von Ärzten und Politikern geschrieben werde, erzeuge das Bilder von erfolgreichen Männern, während Frauen und alle anderen Geschlechter ausgeschlossen sein.

Von Mathias Klein und Karl Doeleke

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