Zu viele Tote und Verletzte

Region will Zahl der Verkehrsunfälle senken

In Laatzen überschlug sich am Donnerstag ein Auto.

In Laatzen überschlug sich am Donnerstag ein Auto.

Hannover. Die Region Hannover ist in großer Sorge wegen der hohen Zahl der Verkehrsunfälle, sowie der Toten und der Schwerverletzten. Pro Tag gibt es im Regionsgebiet durchschnittlich etwa 100 Unfälle. Dabei wurden im vergangenen Jahr 38 Menschen getötet, 550 wurden schwer verletzt, berichtet Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz am Donnerstag vor Journalisten. Im bundesweiten Vergleich ist Autofahren in der Region besonders gefährlich.

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Deshalb will die Region jetzt für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Ziel sei es, die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bis zum Jahr 2035 um 40 Prozent zu senken, erläutert Franz. Helfen soll ein Netzwerk, an dem unter anderem auch Polizei, Verkehrswacht, ADAC und ADFC beteiligt sind. Zu dem Maßnahmenpaket, das am Donnerstag auch im Verkehrsausschuss beraten wird, gehört unter anderem die Neugestaltung von Kreuzungsbereichen oder Informationen über die Gefahren der Smartphonenutzung am Steuer. Die Region will selbst Vorbild sein: Die schweren Fahrzeuge der Straßenmeistereien werden mit Tote-Winkel-Warnsystemen ausgerüstet. Insgesamt sind für die Verkehrssicherheit zunächst 900.000 Euro eingeplant.

Besonders erschreckend sei der hohe Anteil junger Unfallopfer, sagt die Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region, Elke van Zadel. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind Verkehrsunfälle die Haupttodesursache. Senioren werden besonders häufig Opfer von Unfällen, weil sie nicht mehr so schnell reagieren könnten, berichtet van Zadel.

Die Region hat bereits einige Modellprojekte angeschoben. Beispielsweise wird mit Unterstützung von Verkehrsplanern eine ideale Kreuzung entwickelt. Diese soll für Fußgänger und Radfahrer besonders sicher sein. Außerdem wird ein Beteiligungforum mit und für Kinder erarbeitet. „Wir wollen nicht nur über sondern auch mit den Betroffenen reden“, sagt Franz.

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Vor den Sommerferien diskutiert die Region mit Experten über neue Wege zur Verkehrssicherheit. Die Veranstaltung unter dem Titel „Eine Welt ohne Unfälle? Wege für ein sicheres Verkehrssystem“ findet am Dienstag, 19. Juni im Regionshaus statt. Mit dabei sind unter anderem Vertreter von Polizei und Verkehrswacht. Beginn im Regionshaus in der Hildesheimer Straße ist um 18 Uhr.

Von Mathias Klein

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