Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium

Renommiertes Gymnasium findet keinen Schulleiter

Foto: Das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium hat weiterhin Probleme einen Schulleiter zu finden.

Das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium hat weiterhin Probleme einen Schulleiter zu finden.

Hannover. Beim ersten Anlauf im Mai hatten sich immerhin drei Interessenten gemeldet, jedoch haben alle ihre Bewerbung zurückgezogen. Über die Gründe ist offiziell nichts zu erfahren. Gewünscht ist, dass der Schulleiter Latein oder Altgriechisch unterrichten kann. Doch das scheint nicht das Problem gewesen zu sein. Nun wird sich die Besetzung der Stelle weiter hinziehen.

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Die Eltern halten die lange Vakanz für wenig glücklich, zumal der letzte Wechsel noch nicht lange zurückliegt. „Diese Übergangsfrist ist keine schöne Situation, weil man nicht weiß, was passieren wird. Aber ich bin immer noch guter Hoffnung“, sagt Thomas von Hodenberg, Vorsitzender des Schulelternrats. Der bisherige Schulleiter Christian Stock war nur rund vier Jahre an dem altsprachlichen Gymnasium tätig. Der noch recht junge Pädagoge wirkte positiv auf die Schulgemeinschaft des altehrwürdigen Gymnasiums ein. „Wir hatten einen wirklich sehr guten Schulleiter. Aber es haben auch andere gemerkt, dass er etwas kann“, sagt von Hodenberg. Stock wechselte im Mai in die Landesschulbehörde, wo er sich nun um die Schulaufsicht für Gymnasien und Gesamtschulen kümmert. Stock war recht kurzfristig versetzt worden. Da seine Probezeit jetzt beendet ist, hätte sein Nachfolger die Stelle zum November antreten können.

„Die Schule ist nicht ohne Leitung. Die stellvertretende Leiterin nimmt die Aufgabe kommissarisch wahr“, betont Ann-Christin Malorny, Sprecherin der Landesschulbehörde, die für Stellenbesetzungen zuständig ist. Die stellvertretende Schulleiterin hat darin bereits Erfahrung: Vor dem letzten Wechsel war sie bereits für rund ein Jahr im Einsatz. Allerdings fehlt eine Person im Schulleitungsteam, solange die Führungsposition nicht besetzt ist.

Eine zweite Ausschreibung für den Leitungsposten eines Gymnasiums ist eher selten notwendig. In den vergangenen Jahren soll es an zwei Gymnasien im Umland dazu gekommen sein. In einem weiteren Fall musste die Stelle sogar drei Mal angeboten werden - im ersten Anlauf hatte sich gar kein Bewerber gefunden.

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Schulelternratsvorsitzender von Hodenberg sieht bei der Stellenbesetzung indirekt auch die Stadt in der Pflicht. „Wir haben eine fachlich sehr gute Schule. Aber der Zustand des Gebäudes ist peinlich.“ Von Hodenberg ist überzeugt, dass die Aussicht auf eine Renovierung und die zeitgemäße Ausstattung der Schule potentielle Bewerber locken könnte.

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