Linden-Mitte

Schon das zweite Mal: Falscher Polizist in Hannover täuscht Einsatz vor

Hacker gesucht: Der falsche Polizist behauptete, er müsse ganz dringend an den Computer eines Wohnungsbesitzers.

Hacker gesucht: Der falsche Polizist behauptete, er müsse ganz dringend an den Computer eines Wohnungsbesitzers.

Hannover. Möglicherweise bedienen Trickbetrüger sich in Hannover derzeit einer neuen Masche: Wieder hat ein Unbekannter versucht, sich als Polizist auszugeben und damit in eine fremde Wohnung einzudringen. Der Mann behauptete jetzt vor einer Wohnung in Linden-Mitte, er habe einen akuten Einsatz und müsse sofort hinein. Erst vergangene Woche gab es einen ähnlichen Vorfall am anderen Ende der Stadt. Ein Zusammenhang beider Taten ist wahrscheinlich.

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Der jetzige Trickbetrüger klopfte am Sonntag gegen 21.05 Uhr an der Falkenstraße. Als der Wohnungseigentümer öffnete, gab der Unbekannte sich als Ermittler aus. „Er berichtete von einem Hackerangriff im Haus, weshalb er an den Computer des 38-Jährigen müsste“, sagt Polizeisprecherin Anne Wellhöner. Dabei soll der Verdächtige eine Schusswaffe in der Hand gehabt haben, bedrohte sein Gegenüber damit aber nicht.

Gibt sich Trickbetrüger als Polizist vom SEK aus?

Geistesgegenwärtig versperrte der Bewohner dem Mann den Weg und fragte, weshalb dieser an den Rechner müsse. Dazu schwieg der Trickbetrüger und floh stattdessen aus dem Mehrfamilienhaus. Der Gesuchte ist etwa 25 Jahre alt und 1,85 Meter groß. Wellhöner: „Er hatte braune Augen und eine kräftige Statur.“ Der Aufzug – Jogginghose, Pullover, Basecap, taktischer Weste und Sturmhaube, alles in Schwarz – sollte vermutlich dem Spezialeinsatzkommando (SEK) ähneln. Die Pistole hatte einen silbernen Griff. Die Polizei erbittet Hinweise unter Telefon (0511) 1093920.

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Aussehen und Kleidung passen darüber hinaus ziemlich genau zu einem Unbekannten, der am 6. September in ein Haus in Groß-Buchholz eindringen wollte. Damals behauptete ein Mann gegen 21.30 Uhr an der Habichtshorststraße, er sei SEK-Beamter und müsse in der Wohnung nach einer Person suchen. Ebenso hielt er eine Schusswaffe in der Hand. Aber auch hier ergriff der Trickbetrüger letztlich die Flucht, weil der Bewohner (52) ihn nicht durchlassen wollte. Wellhöner: „Zusammenhänge werden derzeit geprüft.“

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