Silbersee

Siebenjähriger nach Badeunfall in Lebensgefahr

Unter den Ersthelfern waren eine Kinderärztin und zwei Notfallsanitäter, die sofort mit der Reanimation des Siebenjährigen begannen.

Unter den Ersthelfern waren eine Kinderärztin und zwei Notfallsanitäter, die sofort mit der Reanimation des Siebenjährigen begannen.

Langenhagen. Im Langenhagener Silbersee ist am Dienstagabend ein siebenjähriger Junge von Passanten vor dem Ertrinken gerettet worden. Das Kind hatte laut Polizei gegen 19.40 Uhr am Ufer des Rodelbergs gegenüber der DLRG-Wache im Wasser gespielt und ging unter – an der Stelle gibt es keine Badeaufsicht. „Der Junge wurde relativ schnell von Passanten herausgeholt“, sagt Feuerwehrsprecher Christian Hasse. Seine Retter fanden den Jungen im Uferbereich des Sees auf dem Grund. Offenbar Glück für den Sechsjährigen: Unter den Ersthelfern waren eine Kinderärztin und zwei Notfallsanitäter, die privat am Silbersee unterwegs waren. Die rund 50 Helfer von Feuerwehr und DLRG mussten das Kind demnach nicht aus dem Wasser retten.

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Rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort

Rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Der Gesundheitszustand des Jungen ist kritisch, allerdings seien laut Hasse beim Eintreffen der Rettungskräfte Atemgeräusche zu hören gewesen. Dennoch besteht Lebensgefahr. Der Rettungshubschrauber „Christoph 4“ war am See im Einsatz, allerdings entschieden sich die Mediziner aufgrund des instabilen Gesundheitszustandes des Kindes für einen Transport per Rettungswagen in die Medizinische Hochschule. Auch am Mittwochmorgen noch beschreibt die Polizei den Gesundheitszustand des Jungen als kritisch.

Der Siebenjährige hat laut Polizei einen Migrationshintergrund, ist nach bisherigen Erkenntnissen Nichtschwimmer und war mit seiner Familie am Silbersee. Der Vater des Jungen erlitt einen Schock und kam ebenfalls in ein Krankenhaus. Die Ermittler sehen bislang keine Hinweise für ein Fremdverschulden, das zum Badeunfall geführt hat. „Momentan gehen wir von einem Unglücksfall aus“, sagt Behördensprecher André Puiu.

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Auch der Rettungshubschrauber „Christoph 4“ war im Einsatz

Auch der Rettungshubschrauber „Christoph 4“ war im Einsatz.

"Die Ersthelfer haben vorbildlich gehandelt", lobt Feuerwehrsprecher Hasse. Auch die anderen Badegäste hätten den Einsatz nicht behindert. Bei den Rettern weckt der Badeunfall Erinnerungen an den 20-jährigen Nico T., der im Mai 2017 im Silbersee ums Leben kam. Der junge Mann wollte mit zwei Freunden zu einer Badeinsel schwimmen, als ihn die Kräfte verließen und er unterging. Die Retter fanden T.s Leichnam erst eineinhalb Stunden später.

Von Peer Hellerling und Antje Bismark

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