Linden-Süd

So vielfältig wird das Deisterstraßenfest

Treffpunkt Hauptverkehrsstraße: Beim Fest ist die Deisterstraße –hier 2018 – für einen Tag autofrei.

Treffpunkt Hauptverkehrsstraße: Beim Fest ist die Deisterstraße –hier 2018 – für einen Tag autofrei.

Linden-Süd. An einem ganz bestimmten Sonnabend im Juni müssen Autofahrer in Linden-Süd Umwege in Kauf nehmen. Denn dann wird die Deisterstraße Partyzone umgewidmet. In diesem Jahr ist es am 22. Juni so weit: Von 14 bis 22 Uhr wird auf der Hauptverkehrsstraße vom Allerweg bis zur Von-Alten-Allee autofrei und ausgelassen gefeiert. Beim Stadtteilfest Lust auf Linden-Süd sind alle Bewohner ebenso wie Gäste zum Mitfeiern eingeladen. Die Organisatoren vom Verein Deisterkiez hoffen, dass wieder rund 5000 Besucher dabei sein wollen.

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Musik und Müllstudie

Die Freiluft-Fete auf dem Asphalt hat viel zu bieten. Neben Musik und Kultur gibt es viele kulinarische Stände, zahlreiche Kinderaktionen und Bewegungsangebote, einen Bereich namens „Klein Bulgarien“ und besondere Themenschwerpunkte. So haben die Organisatoren eine Befragung zu einer Müllstudie für Linden-Süd vorbereitet, beim sogenannten Treffpunkt Gute Zukunft auf Höhe der Weberstraße stehen nachhaltige Stadtteilprojekte im Vordergrund.

Das Fest, das der Deisterkiez mit dem Wissenschaftsladen, dem Fährmannfest-Verein, dem Café Allerlei, der Lebenshilfe-Initiative Normal in Linden und der Stadtteilkulturarbeit vorbereitet hat, will die vielfältigen Seiten des Stadtteils in den Fokus stellen. Dabei geht es um das Miteinander der Nationen, Inklusion und das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft. In diesem Jahr geht es zudem um das Thema Demokratie: Info-Stände sind aufgebaut, und es ist ein BikeMic unterwegs – eine rollende Bühne, deren Team Besucher des Festes nach ihrer Meinung fragt.

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Bühnen mit viel Programm

Natürlich gehört auch wieder ein üppiges Kulturprogramm mit vielen Bands dazu. Das Programm auf der Rewe-Bühne in Höhe der Weberstraße hat der Kulturpalast zusammengestellt. Es startet um 14 Uhr mit der Rock-Indie-Band Driven by Clockwork, Höhepunkt ist um 19.45 Uhr der Auftritt der Band Guacamole Aqui. Auf der Hanova-Bühne an der Ecke Allerweg sind ab 14 Uhr unter anderem eine afrikanische Trommelgruppe, Hip Hop der Musikschule, eine Tanzgruppe der Lebenshilfe und der Kinderchor der Egestorffschule zu sehen und zu hören. Und um 17.30 Uhr wird das Publikum stimmgewaltig um Unterstützung gebeten. Dann startet eine Mitsingaktion des Café Allerlei.

Das Ende des Festes ist für 22 Uhr angesetzt.

Kommentar: Ein Quartier zeigt seine besten Seiten

Schon die Lektüre macht Lust auf Linden-Süd: Es ist beachtlich, welch üppiges Programm die Organisatoren des Deisterstraßenfestes zusammengestellt haben. Zu Fuß über den Asphalt der Hauptverkehrsader im Stadtteil zu spazieren, die sonst von Autos durchbraust wird, hat ohnehin einen besonderen Charme. Mit welchem Engagement aber die vielen multikulturellen Gruppen und Initiativen aus dem Quartier die Straße für einen Tag in eine Flanier- und Erlebnismeile verwandeln, verdient besonderen Respekt. Das Fest macht alle Jahre wieder Spaß – und es zeigt, dass das Zusammenleben funktioniert. Auch (oder vielleicht gerade weil) Linden-Süd ein Stadtteil mit sozialen Problemen ist.

In den vergangenen Jahren hat sich, nicht zuletzt durch die Arbeit des Quartiersmanagements und des Kulturbüros der Stadt, ein Zusammengehörigkeitsgefühl gebildet, das in Teilen weit über eine normale Nachbarschaft hinausgeht. Wie etwa im Treffpunkt Allerweg auf verschiedensten Ebenen eine integrative Sozial- und Kulturarbeit geleistet wird, ist beispielhaft. Einen großen Anteil am Erfolg hat auch der Verein Deisterkiez, der die Zusammenarbeit von Geschäftsleuten, Anwohnern und anderen Akteuren im Stadtteil fördert. Er organisiert maßgeblich das Programm der Sommerparty, setzt sich aber auch rund ums Jahr dafür ein, dass die Deisterstraße trotz des vielen Verkehrs ein lebenswerter Ort wird. So gibt es auf Initiative des Vereins zum Beispiel Begrünungsaktionen, einen Zebrastreifen und bald auch Sitzbänke für ältere Menschen – und viele weitere Ideen.

Von Juliane Kaune

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