Rückblick 2011

So war das Wetter in Hannover

22. Juni 2011: Regen, Regen und noch mehr Regen. Von Sommer ist zwischen Juni und August nur selten etwas zu spüren. Manch einer wird des öfteren klitschnass.

22. Juni 2011: Regen, Regen und noch mehr Regen. Von Sommer ist zwischen Juni und August nur selten etwas zu spüren. Manch einer wird des öfteren klitschnass.

Hannover. Welch ein Wetter in den vergangenen Tagen und Wochen: Nass, schmuddelig, zu warm für die Jahreszeit und windig. Novemberstimmung seit geraumer Zeit, Novemberwetter auch an den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel. Ein Wetter, das man sich nicht gerade wünscht. Aber auch zu anderen Jahreszeiten konnten die Hannoveraner im Jahr 2011 mit dem Wetter nicht so richtig zufrieden sein. Beim Rückblick bleibt vor allem ein eher schlechter und verregneter Sommer in Erinnerung, der die Betreiber von Freibädern an den Rand der Verzweiflung getrieben hat. Die Sommermonate Juni – mit zwölf Regentagen – und August – mit 13 Regentagen – waren zu nass, hat der Internetdienst wetter.info berechnet.

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Viele Tiefdruckgebiete sorgten in den Monaten Juni, Juli und August immer wieder für Regen mit zum Teil starken Gewittern, bei denen auch Hagelkörner niedergingen. Insgesamt fielen in diesen drei Monaten 187 Liter Regen pro Quadratmeter. Aber es war auch heiß mit Temperaturen von bis zu 33 Grad. Den Jahreshöchstwert im Jahr 2011 in Hannover erreichte das Thermometer am 26. August mit sommerlichen 33,2 Grad. Doch an vielen Tagen konnte sich das schöne Wetter in der Landeshauptstadt und in der Region nicht halten. Immer wieder kam es zu Schauern und Gewittern. Deshalb hat die Feststellung der Meteorologen, dass es „reichlich Sommertage“ (das sind Tage mit mehr als 25 Grad) in Hannover gegeben habe, nur statistische Bedeutung.

Im Jahr 2011 wurde indes auch das ein oder andere Mal auf die Wetterexperten geschimpft, wenn es statt Sonne mal wieder Regen gab: Denn die Meteorologen hatten in diesem Sommer große Schwierigkeiten, das Wetter vorherzusagen. Sie lagen mit ihren Prognosen auch für die Landeshauptstadt und das Umland so oft daneben wie selten nicht mehr. Selbst die Vorschau für die nächsten Stunden glich an manchen Tagen mehr einem Glücksspiel denn einer ernsten Wissenschaft. Grund dafür war der Einfluss labiler Luftmassen, die so unberechenbar waren, dass sogar die größten Computer bei der Berechnung des Wetters versagten.

Ein bisschen entschädigt für den durchwachsenen Sommer wurden die Hannoveraner jedoch mit dem Herbst. Wunderbare Tage im September und Oktober mit außergewöhnlichen Temperaturen von bis zu 29,5 Grad. Im sehr trockenen November pendelten sich die Temperaturen wieder auf Normalwerte ein und ein paarmal gab es frostige Nächte.

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Gerade einmal ein Liter Regen pro Quadratmeter fiel im November. Dieser Monat geht in Hannover in die Klimastatistik als Rekordmonat ein: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es noch nie so trocken und so sonnig. Zum Vergleich: Im gerade vergangenen Jahr hatte der November 97 Sonnenstunden, der November 2010 dagegen nur 21 Sonnenstunden.

Begonnen hatte das Jahr turbulent. Am 6. Januar regnete es in Hannover, der Regen fiel auf den gefrorenen Boden, es gab gefährliches Blitzeis. Busse stellten den Betrieb ein, der Schulunterricht im Umland fiel aus, die Menschen kamen ins Rutschen. Mitte Januar führte dann viel Regen und Tauwetter im Harz zu einem kräftigen Anstieg der Pegel der Leine: Die Folge war Hochwasser, aber größere Schäden bleiben in Hannover aus.

Insgesamt fielen in 2011 knapp 500 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das klingt viel, aber damit gehört 2011 zu den richtig trockenen Jahren. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 919 Litern pro Quadratmeter.

Ein Grund dafür dürfte auch das schöne und trockene Frühjahr sein, das schon im April die Bürger in die Parkanlagen zum Grillen lockte. Wenn man an den Februar 2011 denkt, ist das vielleicht verständlich. Hannover lag unter einer für die Norddeutsche Tiefebene ungewöhnlich hohen Schneedecke von elf Zentimetern, in diesem Monat wurde auch mit 9,6 Grad der Jahrestiefstwert gemessen.

Kalt und schneereich – so soll nach der Prognose einiger Meteorologen auch dieser Winter ausfallen. Dass es in der Region Hannover bisher eher mild und regnerisch ist, hat noch nichts zu bedeuten. Es gibt noch Hoffnung: Wintereinbrüche Ende Januar und im Februar sind keine Seltenheit.

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