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Nach Brand

Spanischer Expo-Pavillon wird abgerissen

Endzeitstimmung: Der Pavillon ist nach dem Feuer im Oktober nur noch eine Ruine.   Fotos: von Ditfurth/Dillenberg

Endzeitstimmung: Der Pavillon ist nach dem Feuer im Oktober nur noch eine Ruine. Fotos: von Ditfurth

Hannover. Ein paar Stahlskelette ragen in die Höhe, rußverkohlt, auf dem eingezäunten Gelände türmen sich Schutt und Erde. Nicht einmal mit viel Fantasie konnten sich Betrachter Mittwoch vorstellen, wie der spanische Expo-Pavillon einmal in voller Blüte ausgesehen hat. Massiv war er, aber nicht sonderlich hübsch anzusehen. Jetzt wird er offenbar abgerissen. Am Mittwoch rückten Bagger auf dem ehemaligen Pavillongelände der Weltausstellung an und verrichteten stoisch ihre Arbeit. Der Pavillon, eine Konstruktion aus Holz und Stahl mit einer Fassade aus Korkeiche, wird damit endgültig Geschichte. Er hat nie die Chance auf eine aussichtsreiche Zukunft gehabt.

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Erst im vergangenen September schlugen Flammen aus dem Innern des Gebäudes. Mehrere Feuerwehren löschten den Brand in einem Großeinsatz, danach war der leer stehende und ohnehin angeschlagene Pavillon kaum noch zu retten. Spekulationen über ein absichtlich gelegtes Feuer bestätigten sich. Brandfahnder ermittelten drei verschiedene Herde in dem nun einsturzgefährdeten Gebäude. Dabei existierten für Spaniens Expo-Repräsentanz noch wenige Tage vor dem Feuer Ideen für eine neue Verwendung: Das hannoversche Immobilienunternehmen Schramm&Schoen hatte noch Ende August einen Kaufvertrag für das Gebäude unterschrieben. Damals wurde auch die Möglichkeit diskutiert, das Oldtimermuseum Mobile Welten Exponate ausstellen zu lassen. Außerdem war von Archivnutzung oder Studentenwohnungen die Rede. Unklar bleib, welche Rolle die Pavillonhülle spielen sollte.

Schon damals ging es nicht allein um die weitere Nutzung des Gebäudes, interessant war besonders das 5000 Quadratmeter große Grundstück. Als das Objekt im März, sechs Monate vor dem Feuer, zum Verkauf angeboten wurde, stand ein Preis von 350.000 Euro zur Diskussion. Damals sollen sich auch Unternehmen interessiert haben, die bereits auf dem Expo-Gelände angesiedelt sind.

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Dann erwarben Schramm& Schoen den Pavillon von einem französischen Familienbetrieb, einer Erbengemeinschaft. Nach dem Feuer ging er zurück an die Franzosen. Inzwischen sollen sie das Gebäude jedoch erneut verkauft haben - an einen noch unbekannten Interessenten aus Hannover.

Unterdessen geht die Vermarktung des Expo-Geländes weiter. Kurz vor Weihnachten verkaufte die Expo-Grund GmbH eine 4000 Quadratmeter große Fläche nahe dem litauischen Pavillon an einen „lokalen Investor“, wie Geschäftsführer Karsten Klaus Mittwoch berichtete. Auf der leer stehenden Fläche seien Büros geplant. Für die nächsten Wochen erwartet Klaus einen weiteren Grundstücksverkauf. Nach dem Abriss des Pavillons hegt er die „Hoffnung, dass dort bald etwas Neues entsteht“.

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