Springe

Familie stellt Grill mit glühenden Kohlen in Keller – und erleidet Vergiftung

Einsatz in Springe: Feuerwehr und Polizei vor dem Haus der Familie in Springe, wo sie den Grill mit den noch glühenden Kohlen in den Keller gestellt und dadurch eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitte hatte.

Einsatz in Springe: Feuerwehr und Polizei vor dem Haus der Familie in Springe, wo sie den Grill mit den noch glühenden Kohlen in den Keller gestellt und dadurch eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitte hatte.

Springe. Das ist gerade noch mal gut gegangen. Mit Kohlenmonoxidvergiftungen sind zwei Erwachsene und drei Kinder aus Völksen am Sonntagabend ins Krankenhaus gebracht worden. Die Familie hatte nach einem Grillabend ihren Grill mit noch glühenden Kohlen im Haus untergestellt, so die Feuerwehr.

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Der 40-jährige Familienvater hatte nach Polizeiangaben den Grill in die Garage gestellt – nach Aussage eines Feuerwehrsprechers war es der Keller. Der 40-Jährige stellte später Schwindelgefühle und Unwohlsein bei sich selbst fest und rief deswegen den Rettungsdienst. Er soll am Telefon schon deutlich benommen geklungen haben, sagt Daniel Sundmacher, Sprecher der Springer Feuerwehr. Die Rettungskräfte seien deshalb bereits auf eine sogenannte kleine ABC-Lage, bei der lebensrettende Maßnahmen erforderlich werden können, eingestellt gewesen.

Gaswarngerät schlug an

Weil die Gaswarngeräte beim Betreten des Hauses anschlugen, rief der Rettungsdienst gegen 22.20 Uhr schnell die Feuerwehr hinzu. Die Kameraden aus Völksen waren mit zwei Fahrzeugen im Einsatz, zur Verstärkung rückten auch Ehrenamtliche aus Alvesrode und die Messkomponente der Stadtfeuerwehr aus Eldagsen an.

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Obwohl der Grill im Keller abgestellt wurde, sei auch im Erdgeschoss des Hauses eine „massive Kohlenmonoxidkonzentration“ gemessen worden, berichtet Sundmacher. Während der Rettungsdienst die verletzten Hausbewohner – alle klagten über Schwindel – versorgte und ins Krankenhaus brachten, trugen die Feuerwehrleute den Grill ins Freie und lüfteten das Einfamilienhaus durch. Bis die Kameraden „freimessen“ konnten, die Kohlenmonoxid-Konzentration also wieder auf einen normalen Wert gesunken war, habe es knapp zwei Stunden gedauert, so Sundmacher, der dazu mahnt, einen Holzkohlegrill immer im Freien abkühlen zu lassen.

Gegen den 40-jährigen Familienvater wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Kohlenmonoxid gelangt über die Lunge in den menschlichen Körper und beeinträchtigt bei zu hoher Konzentration den Sauerstofftransport im Blutkreislauf, was schnell zu Kopfschmerzen, bei hoher Konzentration aber auch zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

Von RND/jab

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