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Fahrradunfälle

Stadt soll neues Warnsystem an Kreuzungen testen

Das Warnsystem Bike Flash mit blinkenden Signalringen um Laternenpfähle soll Unfälle wie hier am Industrieweg verhindern.

Das Warnsystem Bike Flash mit blinkenden Signalringen um Laternenpfähle soll Unfälle wie hier am Industrieweg verhindern.

Hannover.Leuchtende Ringe um Ampelmasten und Laternenpfähle blinken auf, sobald sich ein Radler oder Fußgänger der Kreuzung nähert – so funktioniert das Warnsystem Bike Flash. Es soll vor allem abbiegende Lastwagenfahrer darauf aufmerksam machen, dass andere Verkehrsteilnehmer die Straße überqueren. Hannovers Stadtverwaltung hat jetzt den Auftrag, die Warnringe an einer ausgewählten Kreuzung versuchsweise zu installieren, so hat es  der Bezirksrat Mitte am Montag einstimmig auf Antrag der CDU beschlossen. „Wir sollten das System dort aufstellen, wo Unfallschwerpunkte sind“, sagt Martin Hoffmann, CDU-Fraktionschef in Mitte.

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Anlass ist der tödliche Unfall an der Kreuzung Vahrenwalder Straße/Industrieweg im April. Ein elfjähriges Kind ist beim Überqueren der Straße von einem abbiegenden Lastwagen erfasst worden. Das Kind hatte grün, ebenso der Lkw. Der Unfall stieß eine Debatte an, wie Radler und Fußgänger besser geschützt werden können.

Das Warnsystem Bike Flash hat sich ein Erfinder aus Schleswig-Holstein ausgedacht. Inzwischen ist die Anlage vom TÜV überprüft und zertifiziert worden. Radler und Fußgänger erkennt das System mithilfe von Wärmesensoren. Die Anlage soll bei jedem Wetter funktionieren und hat ihren Preis. Er liegt bei etwa 15.000 Euro. Die Grünen im Bezirksrat wenden ein, dass man sich nicht nur auf technische Lösungen verlassen sollte. Am Ende stimmt das Gremium aber einmütig für einen Modellversuch.

Von Andreas Schinkel

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