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Döhren

Stadt testet Bürgerbeteiligung

Im Stuhlkreis reden Bürger aus Döhren im Freizeitheim über Bürgerbeteiligung.

Im Stuhlkreis reden Bürger aus Döhren im Freizeitheim über Bürgerbeteiligung.

Döhren.Im Freizeitheim sind jetzt rund 20 Männer und Frauen zusammengekommen, um im Stuhlkreis zu reden. Es ging dabei weniger um das als Sanierungsfall eingestufte Gebäude mit dem unverblendeten Betoncharme im großen Saal an sich, sondern ums Mitreden bei einer eines Tages fälligen Neugestaltung. „Die Stadt will eine lebendige Beteiligungskultur auf Bezirksebene erreichen“, sagte Moderatorin Hanna Ehlert vom Institut für partizipatives Gestalten aus Oldenburg.

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Das Ganze folgt einem Ratsbeschluss, der wiederum Ausfluss des Dialogprogramms „Mein Hannover 2030“ war. „Wir suchen neue Verfahren jenseits der gesetztlich vorgeschriebenen wie etwa Beteiligungen bei Bauleitplanungen“, sagt Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Dabei gehe es um Transparenz, rechtzeitige Öffentlichkeitsarbeit und das Ausprobieren bestimmter Diskussionsformate. Bei einer Konferenz im Mai wollen die Beteiligten Handlungsempfehlungen erarbeiten, die wiederum in der zweiten Jahreshälfte in eine Beschlussvorlage für den Rat münden. Klappt alles wie vorgesehen, hat Hannover danach eine Art Schablone für Bürgerbeteiligungen zu Themen aller Art.

Als Testlabore sollten drei Stadtbezirke dienen. Interesse gezeigt haben aber nur zwei: Ahlem-Badenstedt-Davenstedt und eben Döhren-Wülfel. Den Grund nennt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Claudia Meyer: „Wir wollen das Freizeitheim in den Fokus rücken, damit es nicht ganz in Vergessenheit gerät“. Schließlich rede man über die Sanierung nicht erst seit gestern, das Thema habe Historie.

Am Freizeitheim hat sichtbar der Zahn der Zeit genagt.

Am Freizeitheim hat sichtbar der Zahn der Zeit genagt.

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Derzeit befindet sich das Haus an der Ecke der Wollebahn zur Hildesheimer Straße im städtischen Investitionsprogramm 50o plus; 10 Millionen Euro sind vorgesehen. Kleiner Schönheitsfehler: Der Listenplatz liegt weit hinten, eher so in Richtung des Jahres 2026. Die Stadt nimmt Schulen und Kindertagesstätten wichtiger. Zuletzt war bekannt geworden, dass die Finanzdecke des Programms angesichts steigender Baupreise nicht mehr für alles reicht, was einst vorgesehen war. Einrichtungen wie Freizeitzentren zählen nicht zu den Pflichtaufgaben einer Stadt, sondern zu den freiwilligen.

Das Freizeitheim könnte entweder saniert oder abgerissen und neu gebaut werden. Viele in Döhren favorisieren Variante zwei, weil sich so die Möglichkeit ergibt, es zu einem Stadtteilzentrum mit Bücherei, Jugendzentrum und Bürgerbüro zu erweitern.

Von Bernd Haase

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