Bauausschuss Hannover

Stadtpolitik lehnt Bike-Flash-Anlagen mehrheitlich ab

Das Blinken der Bike-Flash-Anlage am Amazon-Sortierzentrum in Garbsen warnt Lastwagen vor nahenden Radfahrern im toten Winkel.

Das Blinken der Bike-Flash-Anlage am Amazon-Sortierzentrum in Garbsen warnt Lastwagen vor nahenden Radfahrern im toten Winkel.

Hannover. Sogenannte Bike-Flash-Anlagen, die abbiegende Lastwagen- und Autofahrer vor geradeaus fahrenden Radfahrern warnen, wird es in Hannover vorerst nicht geben. Der städtische Bauausschuss lehnte am Mittwoch unterschiedliche Anträge der AfD und der CDU ab. Die AfD wollte erreichen, dass die Verwaltung Kreuzungen prüft, an denen Bike-Flash-Anlagen aufgestellt werden könnten, die CDU hatte einen Modellversuch vorgeschlagen. Im Herbst hatte die Stadt Garbsen in Zusammenarbeit mit der Region eine solche Anlage vor dem dortigen Amazon-Verteilzentrum installiert.

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Unfälle mit Radfahrern in Hannover um 15 Prozent gestiegen

In der Debatte warnte AfD-Mann Hirche die Ausschussmitglieder davor, seinen Antrag abzulehnen. Dann könnte die Stadt für künftige Unfälle haftbar gemacht werden, meinte er. Dem widersprachen andere Ausschussmitglieder vehement.

Die Unfälle mit Fahrradfahrern seien in Hannover im vergangenen Jahr um 15 Prozent gestiegen, sagte der CDU-Verkehrsexperte Felix Semper. Deshalb sei es wichtig, neue Systeme zu testen. Semper schlug vor, einen Versuch von der Unfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) begleiten zu lassen.

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SPD will Modellversuch in Garbsen abwarten

Dagegen meinte der SPD-Verkehrsexperte Lars Kelich, es sei sinnvoll, zunächst den Modellversuch in Garbsen abzuwarten. Er sieht zudem die Gefahr zu vieler Reize für die Autofahrer, wenn an Ampeln durch Bike-Flash noch zusätzliche Lichter installiert würden. „Das wird nicht zur Verkehrssicherheit beitragen“, betonte er.

Könnte eine andere Ampelschaltung helfen?

Auch die Grünen sprachen sich dafür aus, die Ergebnisse des Modellversuchs in Garbsen abzuwarten. Deren Verkehrspolitikerin Elisabeth Clausen-Muradian betonte, die wirksamste Methode sei die Entkoppelung der Ampelschaltung. Damit ist gemeint, dass Rechtsabbieger und Geradeausfahrer nicht zur selben Zeit grünes Licht erhalten. Über eine mögliche Entkoppelung von Ampelschaltungen hat der Bauausschuss aber nicht weiter diskutiert. Derzeit läuft auch eine entsprechende Online-Petition.

Lesen Sie auch hier: Müllwagen und Busse bekommen Abbiegeassistenten

Von Mathias Klein

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