Verkehrskonzept

Südstadt wird beim Mascheseefest keine Sperrzone

Wenig Autos, viele Fahrräder – dieses Bild würden die Organisatoren des Maschseefestes gerne sehen.

Wenig Autos, viele Fahrräder – dieses Bild würden die Organisatoren des Maschseefestes gerne sehen.

Hannover. „Während des Maschseefestes wird die westliche Südstadt zum rechtsfreien Raum“, klagte eine Anwohnerin im Stadtbezirksrat. Geparkt würde überall – selbst auf Behindertenparkplätzen und in Feuerwehrzufahrten. Durch Autofahrer auf der Suche nach der letzten Lücke breche regelmäßig der Verkehr zusammen.

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Südstädter fordern deshalb, während des Maschseefestes in den angrenzenden Straßen alle Stellflächen zu Anwohnerparkplätzen zu deklarieren, entsprechende Durchfahrtsperren zu verhängen und die Regelung strikt zu kontrollieren. Sie stießen damit durchaus auf Sympathie bei der Politik. „Man sollte das einmal durchziehen und sehen, wie es sich auswirkt“, regte etwa Ekkehard Meese (Grüne) an.

Die Stadt will davon die Finger lassen. „Wir müssten etwa 10.000 Durchfahrtscheine aushändigen. Das zu kontrollieren ist nicht leistbar“, sagte Veranstaltungsmanager Ralf Sonnenberg. Tiefbauamtsleiter Andreas Bode erklärte, die von den Südstädtern gewünschte Lösung sei rechtlich nicht durchsetzbar: „50 Prozent der Parkplätze in einem bestimmten Bereich müssen für die Allgemeinheit zugänglich sein.“

Trotz eingeräumter Probleme im vergangenen Jahr will die Stadt ihr Verkehrskonzept im Wesentlichen beibehalten, es aber besser an die Leute bringen. „Wir müssen sie überzeugen, mit dem Fahrrad oder den Bussen zu kommen oder, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind, zum Schützenplatz zu fahren“, sagt Sonnenberg. Dafür werde man verstärkt werben.

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Dabei dürften die Hauptsünder die Materie kennen. „Die Probleme in der Südstadt werden nicht durch auswärtige Besucher verursacht, sondern durch Hannoveraner, die zu wissen glauben, wo noch ein freier Parkplatz ist“, erklärte Hannovers Marketingchef Hans Nolte.

Von Bernd Haase

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