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Tödliche Hundeattacke

Chico soll in der TiHo untersucht werden

Der Hund Chico, der vor gut einer Woch im Roderbruch zwei Menschen getötet hat, soll in der TiHo unstersucht werden.

Der Hund Chico, der vor gut einer Woch im Roderbruch zwei Menschen getötet hat, soll in der TiHo unstersucht werden.

Hannover. Die Untersuchungen im Fall des Hundes Chico, der vor gut einer Woche im Roderbruch zwei Menschen getötet hatte, kommen nur schleppend voran. Der Wesenstest, dem das Tier unterzogen werden soll, kann doch nicht so schnell wie geplant vorgenommen werden. Das haben nach HAZ-Informationen die Untersuchungen von Tierärzten der Tierärztlichen Hochschule am Mittwoch ergeben. Demnach ist die Schwellung am Kiefer des Tieres immer noch vorhanden, die Ursache jedoch weiter unklar. Wegen der Erkrankung kann Chico keinen Maulkorb tragen. Das Tragen des Maulkorbes ist aber eine der Voraussetzungen, um den Hund einem Wesenstest unterziehen zu können.

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Chico soll möglichst zeitnah in der TiHo in einem Computertomografen untersucht werden. Dazu soll er eine schwache Narkose erhalten. Erst dann ist es möglich, die Ursache der Krankheit zu behandeln. Es wird also noch einige Zeit dauern, bis darüber entschieden werden kann, was mit dem Hund geschehen soll. Offiziell möchte sich die Stadtverwaltung derzeit nicht zu dem Fall äußern. Die Zahl der Anfragen sei derzeit einfach zu groß. „Es gibt derzeit keinen neuen Sachstand“, teite die Verwaltung mit.

Die Unstimmigkeiten mit Andreas Hüttl, dem Rechtsanwalt der drei Schwestern des getöteten Hundehalters, hat die Stadt inzwischen beigelegt. Es bestehe hinsichtlich der zu klärenden Fragen, auch bezüglich des Hundes, Kontakt mit dem Rechtsanwalt der Hinterbliebenen. „Selbstverständlich hat Oberbürgermeister Schostok den Angehörigen kondoliert und soweit möglich Unterstützung zugesichert“, sagte Stadtsprecher Udo Möller. Hüttl hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass der Hund rechtlich gesehen in den Beitz seiner Mandantinnen übergegangen sei und diese deshalb in alle Entscheidungen der Stadt, die das Tier betreffen, mit eingebunden werden müssten.

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Am Mittwoch hatte Hüttl Oberbürgermeister Schostok ein Schreiben zukommen lassen, in dem er erneut den Unmut der Hinterbliebenen zum Ausdruck gebracht hatte. „Es kann doch nicht sein, dass sie alles, was Chico betrifft, aus den Zeitungen erfahren“, sagte Hüttl.

Das Tierheim hat am Mittwoch ein Video im Internet veröffentlicht, in dem Heiko Schwarzfeld, der Leiter der Einrichtung, öffentlich Position zu dem Ausführen des Tieres am Dienstag vor Pressevertretern Stellung bezieht.

Die Stadt wie am Mittwoch in einer Stellungnahme erneut darauf hin, dass der Vorfall aus Sicht der Verwaltung „vollkommen inakzeptabel“ gewesen sein. Die Leitung des Tierheims habe sich entschuldigt. Sanktionen habe die Einrichtung, die der Stadt seit Jahren ein verlässlicher Partner sei, nicht zu befürchten.

Von tm

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