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Spurensuche

Tote von Höver: Polizei richtet Mordkommission ein

Hier wurde die Frauenleiche von Höver entdeckt

Hier wurde die Frauenleiche von Höver entdeckt

Hannover. Nach dem Fund der Leiche einer jungen Frau am Sonntagvormittag in Sehnde-Höver ist die Polizei im Begriff, eine Mordkommission einzurichten. Die Einheit soll helfen, das Kapitalverbrechen so schnell wie möglich aufzuklären.

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Bislang lässt der Fall die Ermittler noch etwas ratlos zurück. Die Identität der Toten steht noch immer nicht fest. Zeugen haben sich ebenfalls noch nicht gemeldet. Sicher ist nur, dass es sich bei dem Opfer um eine Frau handelt, die nicht älter als 30 Jahre gewesen ist. „Wir gehen auch davon aus, dass der Fundort der Leiche nicht der Tatort gewesen ist“, sagt Polizeisprecher Thorsten Schiewe. Wie die Tote in den abgelegenen Grünstreifen an einem Wirtschaftsweg in der Verlängerung der Straße Gretlade, der an dieser Stelle parallel zur Bundesstraße 65 verläuft, gelangt ist, ist bislang vollkommen unklar. Ebenfalls unklar ist, was mit ihren Kleidungsstücken passiert ist. Denn nach Informationen der HAZ war die Leiche nackt. Die Polizei wollte dies nicht bestätigen.

Die Polizei suchte am Nachmittag erneut den Fundort mit mehreren Einsatzkräften ab, in der Hoffnung auf Gegenstände zu stoßen, die der Toten gehört haben. Dabei spielt den Ermittlern das Wetter in die Karten. Der Leichnam liegt, so haben es die Rechtsmediziner am Sonntag bei ihrer Obduktion heraus gefunden, zwischen vier und zehn Tagen in dem Grünstreifen. In diesem Zeitraum hat es in der Region so gut wie nicht geregnet, so dass das Wasser keine Spuren verwischen konnte.

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Parallel dazu durchforstet die Kripo weiter alle Vermisstenfälle der jüngeren Vergangenheit. Ungewöhnlich ist, dass im Internet keinen einzigen Hinweis auf eine gesuchte junge Frau zu finden ist. In der Regel posten Angehörige relativ zügig Suchmeldungen mit Fotos, wenn Menschen tagelang verschwunden sind. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die Tote gar nicht aus Deutschland stammt, sondern ihr Leichnam lediglich in Höver abgelegt worden ist. In der Nähe des Fundorts befindet sich nicht nur die Bundesstraße 65 sondern auch die Autobahnanschlussstelle Hannover-Anderten der Autobahn 7.

Von Tobias Morchner

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