Davenstedt

Überraschungsfeier zum Jubiläum für den Pastor

Ein Mann, der viele begeistert: Pastor Uwe Siemens-Ziegler (ganz rechts) inmitten seiner Gemeindemitglieder.

Ein Mann, der viele begeistert: Pastor Uwe Siemens-Ziegler (ganz rechts) inmitten seiner Gemeindemitglieder.

Hannover. Davenstedt. Als der junge Pastor Uwe Siemers-Ziegler 1989 nach Davenstedt zog, brauchte es eine Weile, bis er sich verliebte. „Das ist ja kein Stadtteil, in den man sich sofort verguckt“, meint er rückblickend. Heute ist er überzeugt: „Auf den zweiten Blick ist es ein sehr toller Stadtteil.“ In dieser Woche feiern er und die ihm anvertraute evangelisch-lutherische St. Johannes Gemeinde in Davenstedt die silberne Hochzeit. Nach einem Gottesdienst überraschte die Gemeinde ihren dienstältesten Pastor am Sonntag mit einem spontanen Konzert und Glückwünschen zum Jubiläum.

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„Er ist hier unersetzbar“, fasst Gemeindemitglied Ursula Grünhagen Siemers-Zieglers 25-jährige Gemeindearbeit in Davenstedt und der Kappellengemeinde Velber zusammen. Eckhard Fiedler, lange Jahre im Kirchenvorstand, ging in einer Ansprache auf die Qualitäten ein, die er und viele andere an ihrem Pastor schätzen: „Der hat die Gemeinde im Griff. Mit Intelligenz und Witz ist er in der Lage, auf jeden einzugehen.“ Dem Jubiläumsständchen des Seniorenkreises und des Gospelchors lauschte Siemers-Ziegler sprichwörtlich im Schoße seiner Gemeinde - auf einem Sessel, der über und über beklebt ist mit Porträts der Gemeindemitglieder. Die Sitzkissen zieren die Umrisse Davenstedts.

Frech, jung und dynamisch

Auch für die Gemeinde ist das Jubiläum Anlass zurückzublicken. In den siebziger Jahren war das frühere Gemeindezentrum im Alten Dorf viel zu klein geworden für die knapp 6000 Mitglieder. Im Juli 1989 schließlich wurde in dem heutigen, größeren Kirchenzentrum Richtfest gefeiert - kurz darauf kam Siemers-Ziegler in die Gemeinde. Geboren 1959 in Bremerhaven, besuchte er nach dem Studium in Hamburg und Göttingen das Predigerseminar in Loccum. Die ersten Berufsjahre verbrachte er als Vikar in Hameln sowie als Berufsschulpastor in Hildesheim und Hannover. In Davenstedt trat er die Nachfolge von Pastor Edgar Dogge an. Zwischen den „Alteingesessenen“, Pastor Harald Groß und Pastorin Gisela Aumer, musste er seinen Platz finden. „Ich war damals der Meinung, dass wir diesen frechen, jungen und dynamischen Mann in der Gemeinde brauchen“, erinnert sich Ilse Kramer vom Kirchenvorstand.

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Es hat sich als richtige Entscheidung erwiesen: In all den Jahren als Pastor, da ist sich die Gemeinde einig, habe Siemers-Ziegler stets Geschick und Feingefühl in Glaubens- und Gemeindeangelegenheiten bewiesen. Zum Beispiel widmete er sich intensiv der Pflege einer langjährigen Partnerschaft mit zwei Gemeinden in Zimbabwe. In den neunziger Jahren setzte sich die Gemeinde unter seiner Leitung für die Integration von Zuwanderern im Stadtteil ein. St. Johannes gewährte mehreren Familien Kirchenasyl und bot Sprachkurse an. Seit Jahren leidet die Gemeinde, die heute noch 4300 Mitglieder zählt, ebenso wie andere unter Kirchenaustritten und daraus folgenden Geldsorgen. Seit 2004 gibt es darum eine Förderstiftung.

Siemers-Ziegler blickt trotz sinkender Mitgliederzahlen optimistisch in die Zukunft. „Hier gibt es eine aktive und mündige Gemeinde“, sagt er stolz. Und es freute ihn natürlich besonders, dass er am Tag seines Dienstjubiläums gleich zwei neue Mitglieder begrüßen durfte: Johanna Voigt und Niklas Tiessen wurden am Sonntag von ihm getauft.

Mario Moers

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