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Waldhausen

Umsteigeanlage bringt Belastungen für Bahn-Anrainer

Die Umsteigeanlage entsteht im Bereich Döhrener Turm

Die Umsteigeanlage entsteht im Bereich Döhrener Turm

Waldhausen. Die Planungen für die Umsteigeanlage reichen länger als zehn Jahre zurück und sind zwischenzeitlich unterbrochen worden. Mittlerweile machen Bahn, Region und Land ernst. Am 27. März ist im Regionshaus ein sogenannter Scoping-Termin anberaumt, an dem festgelegt wird, welche Untersuchungen und Gutachten beispielsweise in Sachen Lärm- und Umweltschutz angestellt werden müssen. Der Verein Netzwerk Schienenlärm hat die Unterlagen dafür ins Internet gestellt – verbunden mit einem Aufruf an die Anlieger, rechtzeitig für ihre Interessen einzutreten.

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Mit der Umsteigeanlage würden die S-Bahn-Linien 1 (Hannover-Minden), 2 (Hannover-Nienburg) und S 5 (Hannover-Paderborn) an der Bahnbrücke über die Hildesheimer Straße mit der Stadtbahnhaltestelle am Döhrener Turm verknüpft. Die Arbeiten dafür sind umfangreich: Auf der Brücke entsteht eine neue S-Bahn-Station mit Mittelbahnsteig; das Bauwerk muss dafür ebenso wie angrenzende Bahndammbereiche verbreitert werden. Betroffen ist ein etwa 660 Meter langer Abschnitt. Stadtbahnhaltestelle und S-Bahn-Station wollen die Planer mit zwei Treppen und einem Aufzug verbinden. Anvisierte Bauzeit sind die Jahre von 2022 bis 2024, erste grobe Kostenschätzungen belaufen sich auf 20 Millionen Euro.

Auch im Straßenbereich sind Änderungen vorgesehen. Die Stadtbahngleise sind im Kreuzungsbereich aufzuweiten; ensprechend müssten die Fahrspuren der Hildesheimer Straße nach außen verschwenkt und die Fuß- und Radwege schmaler werden.

„In Bezug auf die Baulogistik liegen schwierige Verhältnisse vor“, heißt es in den Scoping-Unterlagen. Der Grund: Das Gebiet ist dicht bebaut. Flächen für die Baustelleneinrichtung und die Lagerung von Baumaterial würden in der Riepe- und der Bregenzer Straße liegen. Die Vegetation an der Böschung muss in jedem Fall entfernt werden. Das Netzwerk Schienenlärm erwartet, dass auch Alleebäume in diesem Bereich nicht zu retten sind.

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Während der Bauarbeiten müssen sich die Anlieger ferner auf Lärmbelastungen und Erschütterungen gefasst machen. „Das Wohnumfeld könnte dauerhaft beeinträchtigt werden, wenn die Lärmschutzwände in Höhe und Lage angepasst werden müssen“, schreiben die Planer. Das Netzwerk erwartet, dass genau dies passiert. Die Oberleitungen der Bahn werden in jedem Fall verlegt, deshalb ist ein Gutachten zu elektromagnetischen Feldern erforderlich.

Das bundesweit aktive Netzwerk Schienenlärm rät Anliegern, eine Bürgerinitiative zu gründen. Es würde sich nicht aktiv beteiligen, kann aber Tipps geben. Außerdem ist es bereit, reservierte Plätze beim Scoping-Termin an Interessierte zu vergeben. Nähere Informationen unter www.netzwerk-schienenlärm.de

Von Bernd Haase

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