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Hannover

Versuchter Polizistenmord von 1984: Verdächtiger ausgeliefert

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Hannover. 1984 soll er einen Polizisten in der Innenstadt von Hannover angeschossen haben, nun wurde der inzwischen 60-jährige Tatverdächtige in Albanien ermittelt und nach Deutschland ausgeliefert. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, muss sich der Mann nun – mehr als 34 Jahre später – wegen versuchten Mordes verantworten.

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Ende 2017 hatte die Polizei den Verdächtigen in Tirana festgenommen. Jetzt haben die albanischen Behörden einer Auslieferung zugestimmt, so dass der Tatverdächtige am Donnerstag nach Deutschland ausgeflogen werden konnte.

Einbruch in ein Surfgeschäft – Polizist greift ein

Der Festnahme waren Ermittlungen der Zielfahndung der Polizei Hannover sowie des Dezernats für internationale polizeiliche Zusammenarbeit des Landeskriminalamtes Niedersachsen vorausgegangen. Dabei hatte sich der Verdacht erhärtet, dass der Mann zusammen mit einem bereits verurteilten Komplizen am 8. Juni 1984 in ein Surfgeschäft an der Brühlstraße eingebrochen war.

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Ein damals über dem Geschäft wohnender 25-jähriger Kriminalbeamter hatte den Einbruch bemerkt und die Täter verfolgt. Dabei gab der in Albanien festgenommene 60-Jährige offenbar mehrere Schüsse auf den Beamten ab und verletzte diesen schwer.

Zweiter Täter war lange verschwunden

Einer der beiden Verdächtigen (damals 19 Jahre alt) konnte noch am selben Tag in Hannover gefasst werden. Während er später zu einer dreijährigen Jugendstrafe wegen Diebstahls mit Waffen verurteilt wurde, blieb sein Komplize verschwunden. Ein internationaler Haftbefehl blieb erfolglos.

Die Polizeidirektion unternahm im Frühjahr 2016 einen neuen Anlauf: Das für Interpolangelegenheiten zuständige Dezernat des Landeskriminalamtes Niedersachsen und das Bundeskriminalamt setzten die Ermittlungen im Ausland, besonders in den Balkanstaaten, fort. Mit Erfolg. Anhand von Fingerspuren aus dem Jahre 1984 und einem direkten Abgleich mit aktuellen Beständen im Kosovo konnte der Schütze von 1984 zweifelsfrei identifiziert werden.

Spuren des Mannes führten unter anderem nach Monaco, Mazedonien, dem Kosovo und letztlich nach Albanien.

Von ewo/RND

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