Viele Radstreifen in Hannover sind zu schmal: Stadt bessert nach – aber nicht überall
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Zu schmal, zu gefährlich: Der Schutzstreifen für Radfahrer auf der Königstraße ist frisch rot markiert – und dabei wieder viel schmaler als vorgeschrieben.
© Quelle: Nancy Heusel
Hannover. Viele Radschutzstreifen in den hannoverschen Stadtteilen sind aktuell nicht mehr regelkonform – und schlicht zu schmal. Eine rote Radschutzspur soll eine Breite von 1,25 Meter haben und zudem einen Abstand von einem Meter zu parkenden Autos. Da das bei Weitem nicht überall der Fall ist, will die Stadt nun nachbessern. Die Verwaltung arbeitet demnach einen Ratsauftrag zur Rotmarkierung von Radfurten, Schutzstreifen und Radfahrstreifen kontinuierlich ab. Dabei werden grundsätzlich auch die aktuellen gesetzlichen Vorschriften und anderen Regelwerke berücksichtigt.
Bestand regelmäßig prüfen
Bestehende Verkehrsanlagen mit existierender Beschilderung und Markierung sind aber auf der Basis der bei der Einrichtung gültigen Vorschriften eingerichtet worden. Es ist daher laufendes Geschäft der Verwaltung, den Bestand regelmäßig zu überprüfen und verkehrsbehördliche Anordnungen auf ihre Rechtmäßigkeit zu prüfen. Im Zuge dieser Prüfungen ist unter anderem auch ein Ermessen vorgesehen – und je nach Einzelfall zu prüfen, wie mit Abweichungen von aktuellen Vorschriften zu verfahren ist.
Im Bezirk Mitte wurde kürzlich auch der 85 Zentimeter breite Schutzstreifen auf der Königstraße mit roter Farbe markiert. Der wichtige Sicherheitsabstand zu parkenden Autos kann allerdings beim Befahren des zu schmalen „Schutzstreifens“ nicht eingehalten werden. Vor diesem Hintergrund wolle der Bezirksrat Mitte von der Stadt wissen, welche Radschutzstreifen im Bezirk in ihrer Breite angepasst, in wie vielen Fällen bei der Überprüfung Mängel festgestellt und diese dennoch in ihrer unzureichenden Breite belassen wurden. Zudem möchte das Gremium wissen, warum der Radstreifen auf der Königstraße bei 85 Zentimetern Breite belassen wurde.
Breitere Radspuren in Oster- und Wedekindstraße
Laut Antwort der Verwaltung ist eine Breitenanpassung der Strecken für die Wedekindstraße zwischen Bödeker- und Hohenzollernstraße bereits angeordnet. Auch die Radstreifen auf der Osterstraße sollen zeitnah verbreitert werden. Für drei weitere Strecken arbeitet die Stadt noch an Lösungen. Die Königstraße gehört allerdings nicht dazu. Der Schutzstreifen sei zwar nur auf einer breite von 85 Zentimetern rot eingefärbt, insgesamt weise der Weg aber die Mindestbreite auf, heißt es seitens der Stadt.
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