Wülferode

Viele Verstecke und eine Geheimtür auf prämiertem Spielplatz

Wie eine kleine Festung thront die Kletteranlage auf dem Sand. Das große Holzgerüst bildet den Mittelpunkt auf dem Spielplatz an der Weinkampswende und ist ein beliebter Anlaufpunkt für die Kinder vom Kronsberg. Von unterschiedlichen Seiten aus können die Kinder das Podest an der Spitze erklimmen. Der Aufstieg führt in verschiedenen Schwierigkeitsgraden über Netze, Seile, Stangen, Holzstufen und Kletterwände. Abwärts geht es leichter: Über eine Rutsche oder den sanft abfallenden Hügel auf der Rückseite der Anlage gelangen die Kinder schnell zu den umliegenden Schaukeln, dem kleineren Klettergerüst und dem angeschlossenen Basketballfeld. Jeden Tag besuchen viele Eltern mit ihren Kindern den Spielplatz in der Siedlung, einen der schönsten in der Region. Die Gartenregion Hannover zählt das Areal zu den 64 attraktivsten in der Region und hat die Spielfläche deshalb in ihre Broschüre „Spielplätze. Routen durch die Gartenregion Hannover“ aufgenommen. Nur sechs davon, darunter der in der Weinkampswende, befinden sich auf Hannoverschem Stadtgebiet.

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„Im Winter ist der kleine Hügel ein prima Rodelberg“, meint Mirja Kneser. Die 39-Jährige ist mit ihren Söhnen Jasper und Linus fast jeden Tag auf dem Spielplatz in der zur Expo angelegten Kronsberg-Siedlung zu finden. Die beiden Jungen besuchen den Kindergarten Twipsy, dessen Außengelände direkt an den Platz angrenzt. Wie Kneser ist auch Jana Busse Anwohnerin und Mutter von zwei Kindern. „Die Anlage hat viele Winkel und Nischen, in denen sich die Kinder gut verstecken können“, sagt sie. Ihre vierjährige Tochter Merit versucht derweil, eine kleine verschlossene Eisentür, die versteckt hinter einer Kletterwand liegt, mit dem Schlüsselbund ihrer Mutter zu öffnen. Der Eingang weckt die Neugier vieler Jungen und Mädchen. Hier, direkt unter dem niedrigen Berg, befindet sich der Zugang zu einem Wasserspeicher. Merit ist an diesem Tag erfolglos.

Aber obwohl der Spielplatz zu den schönsten in Hannover zählt, gibt es noch etwas zu verbessern. „Für Jüngere gibt es hier wenig Spielmöglichkeiten“, fügt Busse mit einem Blick auf ihre einjährige Tochter Inga hinzu. Ein weiterer Punkt, an dem sich die beiden Frauen etwas stören, sind die falsch herum stehenden Bänke am Rand. „Man sitzt mit dem Rücken zum Spielplatz und kann seine Kinder nicht im Auge behalten“, sagt Kneser. Trotz der Kritik sind sie mit dem Platz insgesamt jedoch sehr zufrieden. „Alles wird sehr ordentlich gepflegt und sauber gehalten. Wir sehen häufig Leute, die hier aufräumen“, lobt Busse. Besonders erfreut waren die Mütter, als vor einigen Jahren der Rindenmulch auf dem Boden durch Sand ersetzt wurde. Der Rindenmulch habe viel mehr Dreck gemacht.

Und nicht nur kleine Kinder scheinen den Spielplatz zu nutzen. Eine achte Klasse der IGS Kronsberg ließ den Schulalltag etwas ruhiger angehen und erschien im Kollektiv auf dem Platz. „Wir waren erst mit unserem Lehrer bei der Eisdiele und sind danach hierher gegangen“, erzählt die 14-jährige Jasmin Wrede.

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von Sirany Schümann

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