Neues Baugebiet

Weg frei für Büntekamp III

Das Baugebiet Büntekamp wächst weiter. Nachdem der erste Abschnitt kurz vor der Fertigstellung steht, beginnen nun die Planungen für den dritten Teil.

Das Baugebiet Büntekamp wächst weiter. Nachdem der erste Abschnitt kurz vor der Fertigstellung steht, beginnen nun die Planungen für den dritten Teil.

Kirchrode. Dass die Nachfrage nach Wohnbauland in Kirchrode groß ist, weiß die Stadtverwaltung nicht erst seit gestern. Daher plante sie das Wohngebiet Büntekamp vorsorglich in drei Teilen. Der erste Bauabschnitt südlich der Lange-Feld-Straße wird vermutlich noch in diesem Jahr vollendet. Büntekamp II scheiterte am Widerstand der Kleingärtner, die ihre Gärten zwischen Güterumgehungsbahn und Büntekamp I nicht aufgeben wollten. Beim nördlichen Bauabschnitt (Büntekamp III) aber hat sich die Stadt jedoch mit den Laubenpiepern einigen können.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die einvernehmliche Auflösung der Kleingartenkolonie Rosengrund wird die Stadt voraussichtlich 322 500 Euro kosten. Gut ein Drittel der Summe wird direkt auf die Konten der 15 Pächter überwiesen - die gesetzlich vorgeschriebene Entschädigung beträgt insgesamt 102 500 Euro. Für weitere 100 000 Euro richtet der Bezirksverband (BZV) der Kleingärtner auf Kosten der Stadt zehn Ersatzparzellen für die Laubenpieper aus Kirchrode ein. Zusätzliche 120 000 Euro werden für die Räumung des Rosengrunds eingeplant, damit die Fläche als Bauland für Büntekamp III genutzt werden kann.

Weil die Auflösung der Kolonie einvernehmlich geschieht, könnte die Räumung bei einem entsprechenden Ratsbeschluss noch im Dezember dieses Jahres stattfinden. Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode hat bereits einhellig zugestimmt. Eine zwangsweise Kündigung wäre laut Bundeskleingartengesetz frühestens zum 30. November 2017 möglich. Dadurch würde sich der Baustart um ein Jahr verschieben.

Nach Angaben der Stadt sind die Kleingärtner grundsätzlich sehr entgegenkommend. „Der BZV verzichtet auf einen Teil der gesetzlich zustehenden sogenannten immateriellen Entschädigung sowie auf die Stellung von Ersatzland“, heißt es in der entsprechenden Drucksache. Außerdem übernehme der BZV eigenständig und eigenverantwortlich die Umsiedlung der Pächter in die angrenzende Kolonie Gartenheim.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Die Fläche Kolonie Gartenheim gehört allerdings nicht der Landeshauptstadt Hannover, sodass die Herstellung der Ersatzgärten und damit die Investition auf fremdem Grundstück erfolgen würde“, lautet aus Sicht der Stadtverwaltung der einzige Wermutstropfen der Vereinbarung. Dafür sei die ausgehandelte Lösung insgesamt kostengünstiger, als wenn alles den gesetzlich vorgeschriebenen Weg gehe - „da im gesetzlich vorgesehenen Fall für alle 15 Gärten Ersatz geschaffen werden müsste“. Der Kompromiss zwischen Stadt und Bezirksverband sehe aber nur Ersatzgärten für diejenigen Kleingärtner vor, die tatsächlich Gärten haben wollen.

Mehr aus Hannover

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen