Charity-Aktion

Weintrinken für den guten Zweck

Weinverkauf für den guten Zweck: Christian Budde, Julia Hildebrandt, Marius Meyer und Jan Adam (von links).

Weinverkauf für den guten Zweck: Christian Budde, Julia Hildebrandt, Marius Meyer und Jan Adam (von links).

Hannover. Charityclubs backen oft Plätzchen oder legen für den guten Zweck Würstchen auf den Grill. Unter die Weinhändler gehen jetzt die jungen Berufstätigen im Round Table 117 Hannover. Seit 1. Juni verkaufen sie unter der selbst erdachten Marke „Halb Halb“ Wein. In Jan Adam von der Weinhandlung Hildebrandt fanden sie den richtigen Partner. Er holte Winzer Marius Meyer vom Weingut Klaus & Marius Meyer ins Boot, der eine Weiß- und eine Rotwein-Cuvée auflegte. Die Qualität sollte stimmen, betont Christian Budde. „Wer eine Flasche als Geschenk mitbringt, soll sich nicht schämen müssen.“

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Für Weinhändler Jan Adam hat sich das Projekt zu einer „Herzensangelegenheit“ entwickelt. Alle Partner verzichten auf ihren Gewinn. Die Erlöse kommen Menschen mit Behinderung zugute, die von den Ambulanten Diensten der Diakovere Annastift GmbH unterstützt werden. So wie Marion Benkiewiecz, die im Vorgriff bereits von dem Projekt profitiert. Die 28-Jährige lebt nach fast drei Jahren Suche endlich in einer geeigneten Wohnung. Auf den schönen Balkon kommt sie mit Rollstuhl aber erst, seit ein Tischler dafür eine Rampe gebaut hat. „Das ist perfekt. Als der Fahrstuhl im Haus vor Kurzem 15 Tage ausfiel, konnte ich zumindest auf dem Balkon im Freien sein.“ Krankenkassen übernehmen Kosten wie diese nicht, berichtet Diakovere-Mitarbeiterin Julia Hildebrandt. Dabei lebten 95 Prozent ihrer Klienten von Sozialhilfe, vieles Wünschenswerte können sie sich nicht selbst leisten. „Es ist aber schwer, Spenden für Behinderte zu sammeln, die in der eigenen Wohnung leben“, sagt Hildebrandt.

Nun hilft der Weinverkauf. Den Weißwein gibt es bei Hildebrandt und beim Club für 9,90, den Roten für 12,90 Euro. Käufer sehen an einer Nummer auf der Flasche, in welches Projekt ihr Geld fließt. Für die erste Charge sollen mindestens 7000 Euro Erlös eingehen. Allein für die 1.200 Flaschen Weißwein gibt es schon 900 Vorbestellungen. Das sieht nach einem Selbstläufer aus.

Von Bärbel Hilbig

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