Innenstadt-Disko

Zeigten Gäste im Zaza den Hitler-Gruß?

Zaza-Chef Uhlenwinkel hat seinen DJs erneut eine klare Ansage gemacht: „Die Nationalhymne hat in unserem Klub nichts zu suchen.“

Zaza-Chef Uhlenwinkel hat seinen DJs erneut eine klare Ansage gemacht: „Die Nationalhymne hat in unserem Klub nichts zu suchen.“

Hannover. Während des Frühschoppens am Tag der Deutschen Einheit ist es in der Disco Zaza am Raschplatz offensichtlich zu einem Zwischenfall gekommen. Gegen die Anweisungen von Clubchef Jürgen Uhlenwinkel spielten die DJs die deutsche Nationalhymne ab. „Es ist nicht alles gut in Deutschland, aber wir können trotzdem stolz sein“, erklärte nach Angaben des Discobetreibers einer von ihnen per Mikrofon von der Empore. Gäste berichten davon, dass einige Besucher daraufhin den Arm zum sogenannten Hitler-Gruß in die Höhe gereckt haben.

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„Lied hat in Disco nichts zu suchen“

„Davon habe ich nichts mitbekommen, weil ich ja mit den DJs beschäftigt war“, sagt Uhlenwinkel der HAZ. Doch allein das Abspielen der Nationalhymne hat den langjährigen Betreiber des Zaza mächtig geärgert. „Das habe sie bereits im vergangenen Jahr so gemacht und es gab eine klare Ansage von mir, das nicht zu wiederholen“, sagt Uhlenwinkel. Er hätte nicht grundsätzlich etwas gegen das Musikstück, sagt der Gastronom. „Es hat nur in unserer Disco nichts zu suchen“, sagt Uhlenwinkel.

Doch als die diesjährige „Einheits(z)-Party“ in vollem Gang war, tönte aus den Boxen erneut das Instrumental-Stück. Dabei sollen fünf bis sechs Besucher die Arme in die Höhe gereckt haben. „Wir haben das jetzt noch einmal nachgearbeitet, es wird hoffentlich nie wieder vorkommen“, sagt Uhlenwinkel. Gäste kritisieren, dass die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes nicht eingegriffen hätten. „Von meiner Security ist mir von keinem Zwischenfall berichtet worden“, sagt der Zaza-Chef. Ein Leser hatte der HAZ allerdings davon berichtet.

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Zaza äußert sich auf Facebook

Auf Facebook äußerte sich die Disco jetzt zu dem Vorfall. „Dieses Lied zu spielen hatte keinerlei politischen Hintergrund, sondern wurde einfach nur zum passenden Thema gespielt“, heißt es auf der Seite des Zaza. Dass Gäste dieses Lied zum Anlass für antisemitische Handlungen genommen hätten, sei dem Personal nicht bekannt und wäre auch nicht geduldet worden. Das Personal selbst setze sich aus Mitarbeitern verschiedener Herkunft zusammen.

Von tm / RND

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