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Zeitungszusteller

Lieferung per E-Scooter: Veronika Schatunow bringt die HAZ auf ihrem Roller

Zustellerin Veronika Schatunow liefert die HAZ am liebsten auf ihrem E-Roller aus.

Zustellerin Veronika Schatunow liefert die HAZ am liebsten auf ihrem E-Roller aus.

Hannover.Veronika Schatunows Arbeitstag hat um 4 Uhr morgens begonnen. Ihre Tour als Zeitungszustellerin durch Laatzen, Pattensen und Sarstedt hat sie vor Sonnenaufgang beendet. Feierabend hat sie dann aber noch nicht. Denn Schatunow plant als Teamleiterin auch die Schichten für die anderen Zustellerinnen und Zusteller in dem Bereich. „Ich mag es gern, die Dinge effizient zu gestalten“, sagt sie.

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Besser als ein Schreibtischjob

Nur am Schreibtisch zu arbeiten, kann sie sich nicht vorstellen: „Ich muss mich bewegen, bin gern draußen, und für mich gibt es auch kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Das Arbeiten, wenn andere noch schlafen, findet die 48-Jährige nicht schlimm. „Nachts ist die Welt so friedlich, da bin ich gern unterwegs.“ Sie versteht aber auch, dass die Nachtarbeit und die Arbeitstage von montags bis sonnabends viele Menschen abschrecken, den Zustellerjob zu ergreifen.

Ältere Kollegen hörten wegen der Belastung auf, viele junge Kollegen verlören mit der Zeit die Motivation. Nachwuchs fehlt. Was Schatunow aber motiviert, ist ihr Team. Im vergangenen Jahr seien ihre Mitarbeiter „Bombe“ gewesen, wie sie es ausdrückt. Die Kollegialität untereinander ist ohnehin da. Ein Zusteller ist kurz vor Weihnachten krank geworden. Schatunow ist deshalb für ihn eingesprungen – und hat bei ihrer Tour heute für ihre Kollegen eine Box voller Weihnachtspräsente dabei.

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Hut gegen schlechte Laune

Außerdem hilft ihr der Hut, den sie über drei Mützen gegen die Kälte gestülpt hat, die gute Laune zu behalten: „In der Corona-Zeit sind die Leute sehr gereizt, wenn die Zeitung mal zu spät kommt, und ich bin dann auch gereizt geworden.“ Aber mit dem Hut „sehe ich aus wie Zorro, die Leute sind gut unterhalten, und ich fühle mich lässiger“. Die breite Krempe bietet außerdem Schutz vor Regen, wenn die Zustellerin auf ihrem E-Scooter durch die Bezirke flitzt.

Mit dem Roller ist sie günstiger, umweltfreundlicher und wendiger unterwegs als mit dem Auto, hat auch mehr Spaß beim Fahren und kann trotzdem 150 Zeitungen transportieren. Ihr Fahrrad ist unter der Last der Zeitungen öfter mal umgekippt, der Scooter bleibt stabil. Am Lenker klemmt Schatunows Handy mit der Fahrtroute. „Dieses Gerät ist mein bester Freund – neben meinem Mops“, meint sie.

Das Navigationsgerät erleichtert das Fahren, obwohl sie sich als gebürtige Hannoveranerin gut auskennt. Zur HAZ hat sie eine besondere Verbindung: Ihre Eltern haben sich über eine Kontaktanzeige in der Zeitung kennengelernt.

Madsack sucht Unterstützung

In der Region Hannover werden etwa 93.300 Haushalte mit der HAZ beliefert. 972 Zustellerinnen und Zusteller sind montags bis sonnabends dafür im Einsatz. Derzeit sucht die Madsack Logistik Mitte GmbH in der Region Zusteller. Bewerberinnen und Bewerber müssen 18 Jahre alt sein und die Zeitungen bis spätestens 6 Uhr am Morgen (sonnabends bis 6.30 Uhr) zustellen. Wer Interesse hat, meldet sich schriftlich bei der Adresse Madsack Logistik Mitte GmbH, Emely Alms, Lilienthalstraße 19, 30179 Hannover, per E-Mail an bewerbungen@zustell-logistik.de oder unter Telefon (0511)12 12 32 58.

Von Leonie Habisch

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