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Neues am Hohen Ufer

Zwei neue Lokale am Leineufer: Was wird hier geboten?

Zwei Lokale, zwei Konzepte eine Vision. Das Stadtmauer-Café und das Restaurant 6 Sinne Riverside wollen das Hohe Ufer beleben.

Zwei Lokale, zwei Konzepte eine Vision. Das Stadtmauer-Café und das Restaurant 6 Sinne Riverside wollen das Hohe Ufer beleben.

Hannover.“Fancy Schorlen“ und „Feel-Good-Bowls“ für das Volk, Champagner und Black-Angus-Rind für die Elite. Bedirhan Özgör hat klare Vorstellungen, wie er mit seiner neuen Gastronomie am Hohen Ufer möglichst viele Hannoveraner ansprechen will. Mit dem Stadtmauer-Café und dem Restaurant 6 Sinne Riverside eröffnete der 38-Jährige in dieser Woche gleich zwei neue Läden, die den Charakter des Hohen Ufers nachhaltig mit verändern könnten. Top-durchgestylt im internationalen urban-chic, punkten beide Lokale nicht allein durch die herausragende Lage mit Blick auf die Nanas. „Wir versuchen Metropolen-Konzepte nach Hannover zu holen. Dazu suchen wir Inspiration auf der ganzen Welt“, sagt Özgör, der bereits mit dem Hugo´s im Ernst-August-Carree und der 6 Sinne Skybar in der Heiligerstraße zwei Trendlokale für gehobene Ansprüche aufgebaut hat. Beide habe er inzwischen verkauft, um sich künftig ausschließlich auf das Hohe Ufer zu konzentrieren. Dort, in direkter Sichtweite der Nanas, ist ihm wichtig, die Trennung der beiden Konzepte unter einem Dach zu betonen. Die zeigt sich nicht zuletzt in der Preisgestaltung. Kostet das Flaschenbier aus Bremen oben im Café 3,20 Euro, sind es im Untergeschoß, mit Blick auf die Leine, 80 Cent mehr.

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Samt und Superfood

Die 140 Plätze im Stadtmauer-Café sind eingebettet in ein modern-warmes Loungebar-Ambiente. Ein Kamin, hängende Pflanzen und der weinrote Samtbezug der gemütlichen Sessel, sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Eine offene Küche und die Bar weisen darauf hin, dass auch Essen und Cocktails auf der Karte stehen. Mit dem New York Cheesecake und hausgemachten Waffeln ist die Auswahl an klassischen Café-Spezialitäten übersichtlich, dafür gibt es Superfood-Bowls, Gerichte aus der „Erdapfel-Manufaktur“ und handgemachte Burger. „Hier oben ist es ein Konzept für das Volk, hier soll jeder Gast etwas finden“, sagt Özgör. Der „Feel-Good-Quinoa-Lachs-Avocado-Bowl“ kostet 10,50 Euro. Ein Caesars-Salat schlägt mit 10,90 Euro zu Buche.

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Eindrucksvoller Metropolen Mix

Im Untergeschoss kann sich der Besucher in eine andere Stadt versetzt fühlen. Boston, Budapest, Berlin – das 6 Sinne Riverside könnte sich tatsächlich genauso in allen Metropolen der Welt wiederfinden. Lange Tafeln aus unverputztem Beton sind flankiert von einem meterlangen Aquarium und Kühlschränken voller Champagner. Professionell inszeniert, wird der Lounge-Großstadt-Industriestil-Mix sogar auf der Toilette eingehalten. Statt eines Wasserhahns dreht der Besucher dort an großen Metallrädern, die an die Ventile einer alten Maschine erinnern. Vor einer 500 Spirituosen umfassenden Bar zeigen der Humidor auf der Theke und frische Blumen auf den Tischen, dass das Riverside einen Platz in der Gastro-Oberliga der Stadt anstrebt. Black-Angus-Rinderfilet (32,90 Euro) und ein Champagner-Cocktail „Prince of Wales“ (14,90 Euro), serviert im Silberbecher, bewegen sich am oberen Ende der Preisskala. Der klassische Flammkuchen kostet 10,50 Euro.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis an dem denkmalgeschützten Ort die neue Gastronomie den Betrieb aufnehmen konnte. Archäologische Funde und die Rücksicht auf ein unwahrscheinliches Hochwasser haben die Arbeiten am Hohen Ufer erschwert. „Sollte sich doch einmal Hochwasser ankündigen, werden vom Vermieter Schutzgerüste aufgestellt“, sagt Özgör. Obwohl er selbst vorerst keine weiteren Neueröffnungen plant, freut er sich bereits auf einen weiteren Neuzugang in der Nachbarschaft. In einem Neubau Am Marstall zieht das türkisch-kurdische Systemgastronomie-Franchise bona'me. „Ich sehe die Entwicklung am Hohen Ufer sehr positiv. Es wird florieren hier“, prognostiziert Özgör der Promenade eine vielversprechende Zukunft.

Das Stadtmauer-Café öffnet täglich um 9 Uhr, das 6 Sinne Riverside ab 17 Uhr. Reservierungen unter Telefon (0511) 999 874 52.

Von Mario Moers

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