Barsinghausen

Nach Wohnungsbrand in Barsinghausen: Bürgerstiftung ruft zu Spenden für Familie in Not auf

Die Stiftungsvorsitzende Helene Tölcke (links) und DRK-Sozialarbeiterin Brigitte Kessner halten symbolisch einen Feuerlöscher bei ihrem Appell, die fünfköpfige Familie nach dem Wohnungsbrand zu unterstützen.

Die Stiftungsvorsitzende Helene Tölcke (links) und DRK-Sozialarbeiterin Brigitte Kessner halten symbolisch einen Feuerlöscher bei ihrem Appell, die fünfköpfige Familie nach dem Wohnungsbrand zu unterstützen.

Barsinghausen. Aufruf zur großen Hilfe für eine fünfköpfige Familie, die bei einem Wohnungsbrand am 20. Januar ihr gesamtes Hab und Gut verloren hat: Die Barsinghäuser Bürgerstiftung startet eine Spendenaktion, um die zerstörte Mietwohnung der Familie vom verkohlten Mobiliar zu befreien und wieder bewohnbar zu machen. Außerdem hat die Stiftung einen Zuschuss von 4000 Euro bewilligt und somit die Basis für einen Spendenerfolg gelegt.

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So sieht es in der verbrannten Wohnung der fünfköpfigen Familie aus: Überall Ruß und verkohlte Einrichtungsgegenstände. Die Entsorgung des Sondermülls kostet rund 8000 Euro.

So sieht es in der verbrannten Wohnung der fünfköpfigen Familie aus: Überall Ruß und verkohlte Einrichtungsgegenstände. Die Entsorgung des Sondermülls kostet rund 8000 Euro.

Bei dem Brand, ausgelöst laut Polizei durch ein technisch defektes Ladegerät, wütete das Feuer hauptsächlich im Wohnzimmer und im Flur der Mietwohnung eines Mehrfamilienhauses an der Hans-Böckler-Straße. "Aber auch in allen anderen Zimmern und auf der gesamten Einrichtung liegen Ruß und eine dicke Brandpatina. Decken- und Wandverkleidungen sind ebenfalls zerstört worden", erläutert Sozialarbeiterin Brigitte Kessner von der Migrationsberatung des DRK Region Hannover.

Sie betreut und kennt die aus Syrien stammende Familie seit 2018. Glück im Unglück: Vater und Mutter waren zum Zeitpunkt des Feuers beim Einkauf. Die Kinder im Alter von drei bis neun Jahren waren in der Kita und in der Schule.

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Feuerwehrleute beim Einsatz gegen den Wohnungsbrand am 20. Januar.

Feuerwehrleute beim Einsatz gegen den Wohnungsbrand am 20. Januar.

Allerdings haben Eltern und Kinder aus der verbrannten Wohnung laut Brigitte Kessner „nur das retten können, was sie am Leibe trugen“. Und das, was die älteste Tochter für den Unterricht mit in die Schule genommen hatte. „Sie waren gerade dabei, sich hier ein neues Leben aufzubauen und sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, zum Beispiel bei Integrations- oder Stadtteilfesten. Das sind ganz offene, nette und hilfsbereite Leute. Und jetzt müssen sie wieder bei null beginnen“, betont die DRK-Helferin.

Barsinghäuser Familie ist nach Wohnungsbrand mit dem Nötigsten ausgestattet

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat die Familie mit dem Nötigsten ausgestattet – mit gebrauchter Kleidung, Bettwäsche und Handtüchern aus dem DRK-Shop. Unterschlupf fanden die Brandopfer zunächst bei Verwandten in Barsinghausen. „Aber sie leben dort mit mehreren Personen in einer engen Wohnung. Das ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung“, sagt Kessner.

So sieht es in der verbrannten Wohnung der fünfköpfigen Familie aus: Überall Ruß und verkohlte Einrichtungsgegenstände. Die Entsorgung des Sondermülls kostet rund 8000 Euro.

So sieht es in der verbrannten Wohnung der fünfköpfigen Familie aus: Überall Ruß und verkohlte Einrichtungsgegenstände. Die Entsorgung des Sondermülls kostet rund 8000 Euro.

Möglichst bald wolle die Familie zurück in eine eigene Mietwohnung – und am liebsten in die bisherige Wohnung an der Hans-Böckler-Straße. Jedoch müssen die vom Brand zerstörten Zimmer zunächst geräumt werden, bevor der Vermieter mit der Sanierung beginnen kann. Weil die Familie keine Hausratversicherung abgeschlossen hatte, muss sie die aufwendige Entsorgung der Einrichtung und des Mobiliars als Sondermüll aus eigenen Mitteln finanzieren. Nach Angaben Kessners gehen Kostenschätzungen von rund 8000 Euro aus. „Das Geld hat die Familie nicht.“

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Aus dieser Not heraus habe sie sich mit der Bitte um Hilfe an die Barsinghäuser Bürgerstiftung gewandt – und stieß dort auf offene Ohren. Die Stiftung hat zugesagt, einen Betrag von 4000 Euro zu übernehmen. Für die Restsumme startet die Stiftung zudem eine große Spendenaktion.

„Für uns sind 4000 Euro eine bislang einmalige Größenordnung. Aber zuletzt hatten wir weniger Hilfsanträge, sodass unsere Kasse momentan gut gefüllt ist“, erläutert die Stiftungsvorsitzende Helena Tölcke. Üblich seien sonst Beihilfen in einer Größenordnung von 200 bis 250 Euro.

Der Familie beiseitestehen

Die restlichen 4000 Euro für eine Sondermüllentsorgung aus der verrußten Wohnung will die Stiftung nun mithilfe einer Spendenaktion sammeln. Tölcke zeigt sich „optimistisch, dass die Barsinghäuser der Familie in großer Not beiseitestehen“.

Einsatzkräfte werfen am 20. Januar verkohltes Mobiliar aus der Brandwohnung. Die fünfköpfige Familie hat bei dem Feuer ihr Hab und Gut verloren.

Einsatzkräfte werfen am 20. Januar verkohltes Mobiliar aus der Brandwohnung. Die fünfköpfige Familie hat bei dem Feuer ihr Hab und Gut verloren.

Spenden sind möglich auf den Konten der Bürgerstiftung bei der Stadtsparkasse mit der IBAN: DE34 2515 1270 0000 1014 28 und bei der Hannoverschen Volksbank mit der IBAN: DE50 2519 0001 0220 9160 00. Das Kennwort lautet „Wohnungsbrand“, um die Spenden auch diesem Zweck zuordnen zu können. Wer eine Spendenbescheinigung haben will, muss auf der Überweisung unbedingt Namen und Adresse angeben.

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Von Frank Hermann

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