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Barsinghausen

Hospizdienst feiert sein 25-jähriges Bestehen

Vor dem Lebenshaus gibt es Spielangebote am Tag der offenen Tür.

Vor dem Lebenshaus gibt es Spielangebote am Tag der offenen Tür.

Barsinghausen.Die Anfänge des ambulanten Hospizdienstes Aufgefangen liegen 25 Jahre zurück. Auf Initiative von Kirchenkreis-Sozialarbeiterin Ursula Gorgass trafen sich damals kleine Gesprächskreise zu den Themen Tod und Sterben – und legten damit den Grundstein zu einer sozialen Begleitung für schwerkranke, sterbende und trauernde Menschen. Mittlerweile beschäftigt der Hospizdienst sieben haupt- und 92 ehrenamtliche Mitarbeiter.

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Die elfjährige Julia probiert den neuen Fußfühlpfad auf dem Außengelände aus.

Die elfjährige Julia probiert den neuen Fußfühlpfad auf dem Außengelände aus.

Zunächst arbeitete Aufgefangen zehn Jahre lang unter dem Dach des Kirchenkreises Ronnenberg, ehe 2003 ein neu gegründeter Verein die Trägerschaft übernahm. „Damit haben wir uns damals eine breitere Basis geschaffen, ohne die gewachsenen Verbindungen zu den Kirchengemeinde zu vernachlässigen“, erklärt Maria Bernarding, die 2001 als Berufspraktikantin zum Hospizdienst kam und später als erste hauptamtliche Mitarbeiterin die Leitung übernahm.

In den ersten Jahren habe die Eigenwerbung viel Raum eingenommen. „Wir mussten die Menschen von unseren Hilfsangeboten überzeugen, zumal Tod und Trauer zu den gesellschaftlichen Tabuzonen gehören“, sagt Bernarding. Dennoch sei es gelungen, ein dichtes Netzwerk zu spinnen und Aufgefangen immer bekannter zu machen.

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Der Kreativmarkt stößt bei den Besuchern auf großes Interesse.

Der Kreativmarkt stößt bei den Besuchern auf großes Interesse.

Dazu habe insbesondere die positive Mund-zu-Mund-Porpaganda beigetragen: „Unsere sehr gute Arbeit hat sich schnell herumgesprochen.“ Mit der Folge, dass die Nachfrage rasant wuchs. Erst recht, nachdem der Hospizdienst vor etwa fünf Jahren sein Lebenshaus an der Hinterkampstraße 14 als festen Anlaufpunkt bezog.

Zusätzlich erweiterte der Hospizdienst seine Angebote mit den Fuchsbau-Gruppen speziell für Kinder und Jugendliche. „Denn junge Menschen trauern anders als Erwachsene und haben darum auch andere Bedürfnisse“, erläutert die Aufgefangen-Leiterin.

Der achtjährige Ben mixt aus verschiedenen Säften einen "Cocktail fürs Lebensglück".

Der achtjährige Ben mixt aus verschiedenen Säften einen "Cocktail fürs Lebensglück".

Mit einem Tag der offenen Tür im Lebenshaus hat der Hospizdienst am Sonntag sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zum Programm gehörten Führungen, ein Kreativmarkt, Spielangebote für Kinder, Kaffee und Kuchen sowie Informationen über die Hospizarbeit.

Laut Maria Bernarding waren viele Besucher zum ersten Mal im Lebenshaus und zeigten sich erstaunt über die fröhlich-lockere Stimmung. „Das gehört grundsätzlich dazu, denn wir wollen Lebensglück vermitteln“, betont Bernarding. Zusätzlicher Schweremut sei den Menschen in der Trauer keine Hilfe.

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Für den Hospizdienst sei es wichtig, Hemmungen abzubauen und auf die Menschen offen zuzugehen. Dieses Ziel habe das gesamte Team auch beim Tag der offenen Tür erreicht: „Die Besucher haben sich bei uns wohlgefühlt.“

Von Frank Hermann

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