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Barsinghausen

Neue Helfer für die Sterbebegleitung

Blumen zum Abschluss des einjährigen Lehrgangs: Hospizdienst-Koordinatorin Maria Bernarding (Mitte) mit den neuen Sterbebegleitern.

Blumen zum Abschluss des einjährigen Lehrgangs: Hospizdienst-Koordinatorin Maria Bernarding (Mitte) mit den neuen Sterbebegleitern.

Barsinghausen.Sie lassen die Menschen auf ihrem letzten Lebensweg nicht allein: Ehrenamtliche Helfer des Ambulanten Hospizdienstes Aufgefangen widmen den Sterbenden ihre Zeit und Aufmerksamkeit beim gemeinsamen Reden und Schweigen, Lachen und Weinen -- beim Füreinander-Da-Sein. Nach Abschluss eines einjährigen Lehrgangs stehen nun 18 weitere Sterbebegleiter zur Verfügung.

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„Ohne ehrenamtliche Tätigkeit können wir keine gute Arbeit leisten“, sagt Aufgefangen-Leiterin Maria Bernarding. Mit den 18 neu ausgebildeten Begleitern kann der Hospizdienst auf einen freiwilligen Helferkeis von insgesamt mehr als 90 Frauen und Männern zurückgreifen.

Ein Jahr lang vermittelte Maria Bernarding bei den monatlichen Lehrgangstreffen das Rüstzeug für die Sterbebegleitung. Zu den Themenschwerpunkten gehörten unter anderem die verschiedenen Sterbephasen, Gesprächsführung und Rituale sowie Besuche bei einem Bestatter und einem stationären Hospiz.

„Während des Einführungsseminars gab es zwischendurch immer schon Möglichkeiten, an Fortbildungen teilzunehmen. Und einige Teilnehmer haben auch schon mit ihren ersten Einsätzen in der Sterbebegleitung begonnen“, erläutert die hauptamtliche Leiterin.

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Zu den Helfern, die bereits im Einsatz sind, gehört Günter Kalmbach aus Kirchdorf. „Ich merke durchaus, dass ich eine große Hilfe für den Menschen sein kann. Die Chemie passt, was natürlich ganz wichtig ist. Und auch für mich selbst ist diese Tätigkeit sehr befriedigend“, sagt Kalmbach.

Brigitte Decher schätzt die Sterbebegleitung ebenfalls als sinnvolle Aufgabe. Die Zeit des Miteinanders sei das schönste Geschenk der Begleiter, um die Würde der sterbenden Menschen bis zu deren letzten Atemzug zu erhalten.

Sie selbst habe  gelernt, das Tabu um Tod und Trauer hinter sich zu lassen. „Ich gehe unvoreingenommener mit diesen Themen um“, betont die ehrenamtliche  Helferin.

Vom Wunsch, sterbenden Menschen eine willkommene Hilfe zu sein, berichten unter anderem auch Hubert Wilder, Sabrina Bachmann und Renate Heß. Vor etwa viereinhalb Jahren kam Renate Heß als trauernde Witwe in den Café-Treff des Hospizdienstes.

„Anfangs fühlte ich mich wie ein Häuflein Elend. Aber dann haben mich immer mehr Leute in ihrer eigenen Trauer um Rat gefragt. Da habe ich gemerkt, dass ich etwas von der Hilfe, die selbst erfahren habe, zurückgeben kann“, erklärt Renate Heß.

Solche Entwicklungen beobachtet Maria Bernarding immer wieder: „Wer sich mit dem Tod befasst, der befasst sich mit dem Leben.  Es ist toll zu sehen, wie die Teilnehmer unserer Begleiter-Lehrgänge immer stärker werden und in ihrer Persönlichkeit reifen.“

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Von Frank Hermann

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