Barsinghausen

Sängerschaft feiert 170-jähriges Bestehen

Die Vereinigte Sängerschaft tritt bei der 170-Jahr-Feier im Zechensaal auf.

Die Vereinigte Sängerschaft tritt bei der 170-Jahr-Feier im Zechensaal auf.

Barsinghausen. 170 Jahre -- und kein bisschen leise: Mit einem musikalischen Festakt hat die Vereinigte Sängerschaft ihre 1848 begründete Tradition als ältester Chor und Verein in Barsinghausen gefeiert. Nahezu 120 geladene Gäste, darunter viele Abordnungen befreundeter Chöre aus der Region, nahmen an dem Fest im Zechensaal teil.

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„Gesang und Musik sollen heute im Vordergrund stehen. Das sind schließlich die Dinge, die uns alle miteinander verbinden“, sagte der Vereinsvorsitzende Manfred Schulz zur Begrüßung.

Unter der Leitung von Chordirektor Vasile Wille-Munteanu stimmten die rund 30 Sänger unter anderem den Ungarischen Tanz Nummer 5, ein Operetten-Potpourri sowie Hello Dolly an. Außerdem spielte die Vereinscombo zwischendurch Singing in the rain, Strangers in the night und den Walzer Nummer 2.

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Besonderen Dank richtete Schulz an Vasile Wille-Munteanu, der seit Januar 1988 den Chor der Vereinigten Sängerschaft leitet. Mit seiner ebenso akribischen wie motivierenden Arbeit trage der Chordirektor dazu bei, dass die Sängerschaft mit mehr als 30 aktiven Stimmen immer noch zu den größten Männerchören in der Region Hannover gehöre.

Sechs ehemals eigenständige Gesangsvereine aus Barsinghausen gelten als Vorläufer der Vereinigten Sängerschaft. Als ersten Barsinghäuser Gesangverein gründeten einige junge Männer im Jahr 1848 den Chor Concordia, dirigiert von Rektor Wilhelm Stedler.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden fünf weitere Chöre: Harmonia (1873) mit vielen Bergleuten und Steinhauern, der Männergesangverein Barsinghausen (1881), der von Handwerkern gegründete Chor Germania (1888), die Liedertafel (1888) mit Bewohnern der Knickstraße sowie der Chor Brüderschaft (1898).

„Damit gab es vor 120 Jahren sechs Männerchöre mit etwa 300 Sängern in Barsinghausen“, erläuterte der zweite Vereinsvorsitzende Willi Tautorat in seiner Rückschau auf die Historie. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Verbot aller Vereine trafen sich viele Sänger aus den ehemaligen Vereinen am 30. November 1945 im Deister-Hotel, um sich zur Vereinigten Sängerschaft zusammen zu schließen.

Fritz Dunsing leitete den neuen Zusammenschluss. Zu den Übungsabenden versammelten sich die rund 180 Sänger im Gasthaus Wittkop. Vor 30 Jahren, als Chordirektor Vasile Wille-Munteanu die Nachfolge von Gustav Mannebek und Karl-Heinz Sander antrat, zählte die Sängerschaft noch etwa 50 aktive Männerstimmen.

„Nachwuchssorgen sind heute ein großes Problem in fast allen Gesangvereinen, was ich persönlich sehr bedaure“, sagte Barsinghausens stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Neddermeier in einem Grußwort. Die Vereinigte Sängerschaft sei ein fester und wichtiger Bestandteil im kulturellen Leben der Stadt Barsinghausen.

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Zu den Übungsabenden trifft sich der Chor jeden Montag um 19.30 Uhr in der Waschkaue des Zechengebäudes.

Von Frank Hermann

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