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Barsinghausen

Stadtsparkasse will langfristig selbstständig bleiben

Vorstandsvorsitzender Reinhard Meyer gibt dem Barsinghäuser Rat einen Überblick über die strategische Entwicklung der Barsinghäuser Stadtsparkasse.

Vorstandsvorsitzender Reinhard Meyer gibt dem Barsinghäuser Rat einen Überblick über die strategische Entwicklung der Barsinghäuser Stadtsparkasse.

Barsinghausen. Die Barsinghäuser Stadtsparkasse (SSK) will langfristig selbstständig bleiben, stellt sich aber darauf ein, auch in den nächsten Jahren den eingeschlagenen Sparkurs fortzusetzen. In den nächsten Jahren werde die Mitarbeiterzahl weiter sinken, kündigte Vorstandsvorsitzender Reinhard Meyer während der Ratssitzung am Donnerstagabend an.

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Anlass für Meyers Zwischenbilanz war die im Rat anstehende Entlastung des neunköpfigen Verwaltungsrates der Stadtsparkasse. Der Chef des kommunalen Kreditinstituts nutzte die Gelegenheit dazu, den Ratsmitgliedern über die aktuelle Entwicklung der Sparkasse zu berichten.

Die Kreditwirtschaft stehe angesichts des Zinstiefs und weiterer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen „massiv unter Druck“, sagte Meyer. „Wir erleben einen tiefgreifenden Wandel in der Finanzwirtschaft.“ Das hänge auch mit dem veränderten Kundenverhalten zusammen, erläuterte der Sparkassenchef. Stationäre Dienstleistungen am Bankschalter würden immer weniger nachgefragt. Statt dessen nutzten immer mehr Kunden die Möglichkeit, ihre Bankgeschäfte per Telefon oder digital über das Internet zu erledigen – „weil es bequem ist“, wie Meyer betonte. Die Stadtsparkasse habe reagiert und ihre Serviceleistungen und die eigene Organisationsstruktur an die neue Situation angepasst, sagte Meyer. So konzentriert die Sparkasse ihre Leistungen immer stärker auf die Hauptstelle an der Deisterstraße, im Gegenzug werden SB-Filialen in den Ortsteilen aufgegeben. Meyer sprach von einem „ganzheitlichen Beratungsansatz“ mit der Möglichkeit für Kunden, sich Geld nach Hause liefern zu lassen oder Beratung auch in den eigenen vier Wänden in Anspruch zu nehmen.

Die Maßnahmen der vergangenen Jahre seien erfolgreich gewesen, sagte Meyer. Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat sei die Strategie der Stadtsparkasse für den Zeitraum bis Ende 2022 festgelegt worden. „Im Zentrum der strategischen Ausrichtung steht die nachhaltige Eigenständigkeit der Stadtsparkasse“, betonte der Vorstandsvorsitzende. „Wir werden auch künftig in der Lage sein, unserer Stadt die Annehmlichkeiten einer eigenen Sparkasse zu bescheren.“ Anlass zu diesem Optimismus gibt die positive Entwicklung des Kreditgeschäfts, des wichtigsten Standbeins der Stadtsparkasse, wie Meyer erläuterte. Auch auf anderen Feldern agiert das kommunale Institut demnach erfolgreich. Der Vorstandsvorsitzende nannte dazu die Entwicklung der Vermittlungsprovisionen für Finanzdienstleistungen und die Vermietung von Wohnungen in selbst errichteten Gebäuden.

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Meyer betonte aber auch, dass der hohe Kostendruck anhalten werde und die Zahl der Mitarbeiter weiter sinken müsse. Während die Stadtsparkasse vor wenigen Jahren noch mehr als 100 Bedienstete hatte, sind es laut Meyer zurzeit 84. „Die Zahl wird sich nochmals deutlich verringern, im Jahr 2022 werden wir unter 80 Mitarbeitern liegen“, kündigte er an.

Von Andreas Kannegießer

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