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Barsinghausen

Tierschutzverein braucht dringend mehr Platz

Im Freigehege des Katzenhauses erläutert Andrea Wildhagen (links) den Gästen die aktuellen Probleme des Tierschutzvereins.

Im Freigehege des Katzenhauses erläutert Andrea Wildhagen (links) den Gästen die aktuellen Probleme des Tierschutzvereins.

Barsinghausen. Der Barsinghäuser Tierschutzverein würde gerne das große, leer stehende Garagengebäude nutzen, das sich in direkter Nachbarschaft des eigenen Tierheimgrundstücks auf dem Areal der Turnhalle Unter den Eichen befindet. Ein erster Vorstoß bei der Stadtverwaltung sei erfolglos geblieben, berichteten die stellvertretende Vereinsvorsitzende Gabriele Fauken und Schriftführerin Andrea Wildhagen bei einem Besuch von Mitgliedern des Barsinghäuser SPD-Ortsvereins. Nun wollen die Sozialdemokraten das Anliegen der Tierschützer unterstützen.

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Das Tierheim Unter den Eichen platzt aus allen Nähten, wie Fauken und Wildhagen den Besuchern erläuterten. Im Katzenhaus sind derzeit rund 20 Tiere untergebracht. Das Kleintierhaus für Kaninchen und Meerschweinchen sei „eigentlich seit dem Bau immer voll“, sagte Wildhagen. Für Hunde hat das Tierheim derzeit nur zwei Boxen zur Verfügung. „Wenn jetzt ein Fundhund kommt, muss ihn jemand aus dem Verein mit nach Hause nehmen“, berichtete Fauken. Der geplante Bau des neuen Hundehauses liegt derzeit auf Eis, so lange nicht geklärt ist, wie es mit dem Großkaliberschießbetrieb im nahe gelegenen Schützenhaus In den Schütten weitergeht. Die besonders lauten Knallgeräusche verschrecken die Tiere im Tierheim, sodass der Vorstand den Baustart für das Projekt aufgeschoben hat. Es sei lange Zeit still gewesen, an den vergangenen Sonnabenden hätten die Schützen aber auch wieder mit Großkaliberwaffen geschossen, berichteten die Tierschützerinnen. Im Tierheim wird jeder Schuss registriert und aufgezeichnet, um zu überprüfen, ob die Schützen sich an die Beschränkungen der Betriebsgenehmigung für den Schießstand halten.

Über die Widersprüche gegen den Genehmigungsbescheid hat die Region Hannover noch keine Entscheidung getroffen. Die Barsinghäuser SPD will den Tierschutzverein im Kampf gegen den Großkaliberschießlärm unterstützen. „Wir haben ein Interesse daran, dass das Tierheim als Aufnahmeort für Fundtiere erhalten bleibt“, betonte Ortsvereinsvorsitzender Reinhard Dobelmann. Der Verein übernehme diese Dienstleistung schließlich für die Stadt. Die Sozialdemokraten rechnen damit, dass die Region die eigene Genehmigung bestätigen wird. „Dann geht es vor Gericht weiter“, sagte Dobelmann. Die Ratsfraktion der SPD will nach der Sommerpause einen Antrag auf ein Verbot des Großkaliberschießbetriebs im Deister zur Beratung in den Ratsgremien vorlegen. Der Antrag werde auch mit der Bürgerinitiative abgestimmt, die gegen den Schießbetrieb kämpft, sagte der SPD-Chef. Die Tierschützer seien ebenso wie der Kirchdorfer Polizeihundesportverein davon besonders betroffen. „Wir sind solidarisch mit den Vereinen“, bekräftigte Dobelmann.

Mitglieder der Barsinghäuser SPD lassen sich im Tierheim von Gabriele Fauken (Vierte von rechts) und Andrea Wildhagen (Zweite von rechts) über die Arbeit des Tierschutzvereins informieren.

Mitglieder der Barsinghäuser SPD lassen sich im Tierheim von Gabriele Fauken (Vierte von rechts) und Andrea Wildhagen (Zweite von rechts) über die Arbeit des Tierschutzvereins informieren.

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Von Andreas Kannegießer

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