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Barsinghausen

„Wilder Drohnenverkehr“ stört Modellflieger

Alfred Kuhnert (li.) steuert den Segelflieger, welcher sich von dem Motorflugzeug, gesteuert von Leif Endruweit, in der Luft abklinkt.

Alfred Kuhnert (li.) steuert den Segelflieger, welcher sich von dem Motorflugzeug, gesteuert von Leif Endruweit, in der Luft abklinkt.

Barsinghausen. Bei sommerlicher Hitze hat die Modellfluggruppe (MFG) Barsinghausen am Sonnabend ihr Sommerfest gefeiert. Auf dem Modellflugplatz trafen sich Interessierte und Hobbypiloten zum Grillen und Fliegen. Der Verein ist froh, dass nun Windräder vorerst nicht mehr den Flugbetrieb bedrohen, allerdings bekommt er bald einen Golfplatz als Nachbarn und Drohnen werden zunehmend zum Problem.

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Um die 90 Mitglieder hat die MFG Barsinghausen zurzeit, seit vielen Jahren bleibt die Zahl konstant. „Wir haben einige jugendliche Mitglieder, aber auch ältere – so ist der Altersschnitt etwa 45 Jahre“, sagte der Vorsitzende Ulrich Schulz. Beim Sommerfest konnten sich Modellfluginteressierte fast die ganze Bandbreite an Modellfliegern anschauen: Elektroflieger, Verbrenner, Segelflieger und auch Helikopter stiegen auf dem Platz zwischen Egestorf, Langreder und Redderse in den Himmel.

Christian Grupe steuert seinen Modell-Helikopter - um das zu können, ist jahrelange Übung nötig.

Christian Grupe steuert seinen Modell-Helikopter - um das zu können, ist jahrelange Übung nötig.

Schon fast zu heiß war es am Sonnabend: „Viele warten noch auf die kühlen Abendstunden“, sagte der Schriftführer Holger Funke. Doch auch schon am Nachmittag gab es Helikopter-Kunststücke und auf Motorfliegern befestigte Segelflieger zu sehen. Noch im Frühjahr musste die MFG um ihren Flugplatz fürchten. Das Gelände lag inmitten einer neuen Vorrangfläche für Windenergie, eine Projektentwicklungsgesellschaft hatte geplant, dort fünf Windrader zu bauen.

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Im März dieses Jahres kippte allerdings das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Regelungen zur Windkraftnutzung im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) und somit auch den geplanten Windpark. "Wir wissen nicht, ob das Thema nicht irgendwann noch mal aufkommt, aber gerade müssen wir uns keine Sorgen machen", sagte Schulz.

Drohnen stören Modellflieger

Zunehmend gestört fühlt sich der MFG allerdings durch Hobby-Drohnenpiloten. „Einige fliegen mit nicht zugelassener Elektronik und haben GPS-Empfänger und eine Kamera aufgebaut“, sagte der Vorsitzende. So könnten die Drohnen bis zu zehn Kilometer weit weg vom Piloten fliegen, erlaubt sei allerdings lediglich das Fliegen auf Sicht. Neulich habe sich ein Degerser über eine Drohne über dem Ort beim Verein beschwert, obwohl der Pilot nicht zur MFG gehöre. „Diese Wildflieger werden uns angelastet“, sagte Schulz.

Golfplatz neben Modellflugplatz

Bald bekommt der Verein wohl einen neuen Nachbarn: Der 1. Golfclub plant am Ortsrand von Egestorf, also in unmittelbarer Nähe zum Flugplatz, einen Golfplatz. „Es könnte sein, dass da Interessen aufeinanderprallen“, sagte Funke. „Wir werden uns allerdings nicht beschweren“, ergänzte er. „Begeistert sind wir nicht“, stellte Schulz fest. Er machte sich vor allem Sorgen wegen des vermutlich hohen Wasserverbrauchs des Golfplatzes. „Unseren Flugplatz wässern wir gar nicht.“

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Christian Grupe bereitet seinen Heli für den nächsten Flug vor.

Christian Grupe bereitet seinen Heli für den nächsten Flug vor.

Von Elena Everding

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