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Burgdorf

AWO-Kita wirft die Schulkinder aus dem Haus

Im Kita-Garten warten Eltern,Geschwister und Großeltern darauf, dass die Erzieherinnen die Schulkinder rauswerfen.

Im Kita-Garten warten Eltern,Geschwister und Großeltern darauf, dass die Erzieherinnen die Schulkinder rauswerfen.

Burgdorf.Seit Donnerstagmittag gehört Michel Machholz ganz offiziell zu den Abc-Schützen, die nach den Sommerferien eingeschult werden: Bis zu diesem Zeitpunkt besuchte der Sechsjährige die Bärengruppe in der AWO-Kita am Schwüblingser Weg – doch die schmiss den Burgdorfer raus aus dem Kindergarten und symbolisch rein in die erste Klasse. Denn ab August lernt Michel in der Grundschule an der Hannoverschen Neustadt, zusammen mit etlichen Freunden aus dem Kindergarten. „Wir haben dieses Jahr insgesamt 29 Kinder verabschiedet“, sagt Leiterin Ilona Bormann.

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Auf Michel und die anderen Erstklässler folgen dann neue Kita-Kinder, die das Team mit den Eltern eingewöhnt. Doch schon ab September steht dann die Vorbereitung des nächsten Schuljahrgangs an, wie Bormann sagt. In sogenannten Piratenwochen organisiert die Kita besondere Projekte für die Jungen und Mädchen, die im Sommer 2019 aus dem Haus geworfen werden. Bis dahin dürfen sie überlegen, was sie gern ausprobieren möchten: Auf der Wunschliste für dieses Jahr standen unter anderem Ballett und Planeten.

Parallel dazu üben die künftigen Abc-Schützen, ihren Namen zu schreiben und zu zählen. „Das bauen wir in den Alltag ein“, sagt Bormann und nennt als Beispiel, dass die Kinder ihre Zeichnungen beschriften. „Wir lassen sie beispielsweise auch zählen, wie viele Menschen sich in einem Raum befinden, oder sie geben den Takt vor“, fügt Bormann hinzu.

Wie gut das funktioniert, erlebten am Donnerstag ungezählte Eltern, Geschwister und Großeltern, die im Kita-Garten auf den Rauswurf der Schulkinder warteten. Sie verfolgten den Gesang, mit denen die Sechsjährigen verabschiedet wurden. So gab die Frosch-Gruppe „Alle Kinder lernen lesen“ vor, die Bärengruppe das „Lied über mich“. Die Pinguine sangen vom Gorilla mit der Sonnenbrille, während die Löwengruppe „Zwei kleine Wölfe“ auswählte. Danach aber gab es kein Halten mehr: Die Schulkinder flogen aus dem Haus und in die Ferien, zum Teil mit lachenden, zum Teil mit weinenden Gesichtern.

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Von Antje Bismark

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