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Burgdorf

Bücherei will ihre Akzeptanz erhöhen

Die Stadtbücherei will barrierefrei werden und ihre Medienpräsentation neu organisieren.

Die Stadtbücherei will barrierefrei werden und ihre Medienpräsentation neu organisieren.

Burgdorf.Was die Zahl der Entleihungen und der Nutzer angeht, sei noch Luft nach oben. Das sagte Büchereileiterin Andrea Nehmer-Rommel im Ratsausschuss für Kulturangelegenheiten mit Blick auf die Öffnungszeiten an jedem ersten Sonnabend im Monat. Mehr Akzeptanz der städtischen Einrichtung verspricht sich die Bibliothekarin von einem Aktionsplan, den sie den Kommunalpolitikern vorstellte.

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Kern ist die angestrebte Barrierefreiheit. Denn wenn das Gebäude eines nicht ist, dann für Menschen mit Rollatoren, Rollstühlen und anderen Handicaps leicht zugänglich. Wenn es nach Nehmer-Rommel geht, soll die Stadtbücherei einen barrierefreien Eingang bekommen, ausgestattet mit automatischem Türöffner und Überwachungskamera. In der Bücherei sollen Treppenlifte dafür sorgen, dass alle Abteilungen leichter zugänglich sind. Bisher stellen die Treppen im Haus ein Zugangshindernis dar für Eltern, die mit Kinderwagen kommen, aber auch für Behinderte und alte Menschen. Nehmer-Rommel will Abstellplätze für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen schaffen.

Zudem will die im vergangenen Jahr von 2840 Menschen genutzten Einrichtung ihre Zusammenarbeit mit den Schulbibliotheken ausbauen, um Kinder und Jugendliche über die eigenen Medienangebote besser zu informieren. Gerade erst habe die Stadtbücherei der IGS 200 Medien als Dauerleihgabe überlassen, nannte Nehmer-Rommel ein Beispiel.

Verbessern will die Bücherei auch die Präsentation ihrer Medien. Die Kinder- und Jugendbuchabteilung im Hochparterre und die Sachbuchabteilung im Untergeschoss sollen die Plätze tauschen. Die stark frequentierte Kinder- und Jugendbuchabteilung bekommt damit mehr Platz und gewinnt damit an Attraktivität. Derweil komme die infolge einer Zunahme von Internetrecherchen im Schrumpfungsprozess begriffene Sachbuchabteilung gut mit weniger Platz auskomme, meint Nehmer-Rommel.

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Dass die Stadt mit diesen Maßnahmen den Kostendeckungsgrad wird steigern können, glaubt nach Darstellung von Kulturabteilungsleiter Henry Barm niemand im Rathaus. Die Stadtbücherei bleibe ein Zuschussgeschäft. Im vergangenen Jahr nahm allerdings die Zahl der Entleihungen im Vergleich zu Vorjahr deutlich zu, nämlich von 121.599 (2016) auf 133.280 (2017). Damit sanken die Kosten pro Entleihung von 3,81 Euro (2016) auf 3,39 Euro (2017). Insgesamt ließ sich die Stadt die Bücherei vergangenes Jahr 451.700 Euro kosten – eine freiwillige Leistung, zu der die Stadt nicht verpflichtet ist, und die wegen der angespannten Stadtfinanzen regelmäßig auf dem Prüfstand der Ratsfraktionen steht. Um die zuletzt leicht gesunkenen Kosten weiter zu herunterzufahren, will die Stadt deshalb in ihrer Bücherei nach 2020 nicht mehr ausbilden. Zurzeit betragen die Personalkosten 278.000 Euro im Jahr.

„Unser Ziel ist es, die Nutzerzahlen weiter zu erhöhen und die Akzeptanz zu steigern“, gab Nehmer Rommel als Ziele aus. Dies solle auch mit einer besseren Beschilderung im Stadtbild erreicht werden.

Von Joachim Dege

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