Burgdorf

Kalihalde: Anlieferverkehr durch Otzes Feldmark?

Die Wathlinger Kalihalde rückt an klaren Tagen ganz nah an Burgdorf heran.

Die Wathlinger Kalihalde rückt an klaren Tagen ganz nah an Burgdorf heran.

Burgdorf. Auf den ersten Blick liegt die Wathlinger Kaliberg weit entfernt von der Stadt. Doch sobald der Konzern K+S mit seiner geplanten Abdeckung und Vergrößerung der Abraumhalde beginnt, rückt der Berg unweigerlich näher. Denn der Anlieferverkehr, der das zum Teil nicht unerheblich belastete Material (Kategorie Z2) zur Halde bringt, fährt auch durchs Burgdorfer Stadtgebiet. Vorrangig betroffen sind Sorgensen und Dachtmissen. Doch möglicherweise die Transporter auch durch Teile der Otzer und Ehlershauser Feldmark geführt. Das berichtete Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann in der Otzer Ortsratssitzung.

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Eine Variante, die noch nicht aus dem Spiel ist, sieht vor, dass die Lastwagen über die Feldwege zur Halde fahren. „Es wurde bislang nicht untersucht, wie hoch die Feinstaubbelastung beim Transport des Abdeckmaterials ist“, gab Brinkmann zu bedenken. Er könne sich vorstellen, dass die Landwirte nicht begeistert sind, wenn Material von den Kippern auf ihre Felder wehe. Z2-Material darf beispielsweise bis zu 700 Milligramm Blei und 30 Milligramm polychlorierte aromatische Kohlenwasserstoffe pro Kilo Boden enthalten.

Die Stadt bereitet für Montag, 5. März, eine Bürgerversammlung zum Themenkomplex Wathlinger Kalihalde vor, kündigte Brinkmann an. Dort wolle man auch die Stellungnahme der Stadt zu den K+S-Plänen vorstellen und mit den Bürgern erörtern. Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben.

Wichtig ist, dass die Bürger ihre Bedenken gegen das Projekt einreichen, sagte Brinkmann. Das zähle mehr als die Stellungnahme der Stadt. Adressat muss das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie sein. Alles was bei der Stadt lande, gebe das Landesamt zurück mit dem Hinweis „Das ist eure Sache“, erklärte er. „Man kann seinen Einspruch zwar per Mail zusenden, aber er muss unbedingt die Originalunterschrift des Einwenders tragen“, betonte der Stadtplaner. Deshalb erst ausdrucken und dann wieder einscannen. Abgabeschluss ist der 22. März.

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Die Planungsunterlagen sind online unter dem https://uvp.niedersachsen.de/trefferanzeige?docuuid=AEB2659B-17C7-4D0D-80D8-E431C61C062B&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-ni&docid=AEB2659B-17C7-4D0D-80D8-E431C61C062B einsehbar. Sie liegen aber auch in der Stadtplanungsabteilung der Stadt Burgdorf aus.

Von Anette Wulf-Dettmer

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