Burgdorf

Kohlenmonoxid-Vergiftung: Vater und zwei Kinder in Klinik

In diesem Bungalow an der Schulstraße haben drei Menschen eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten.

In diesem Bungalow an der Schulstraße haben drei Menschen eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten.

Burgdorf. Drei Bewohner eines Bungalows haben am Donnerstagvormittag in den eigenen vier Wänden eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Rettungskräfte holten den Vater und seine zwei Kinder aus dem Haus und brachten sie ins Krankenhaus. Ursache soll nach Polizeiangaben ein Propangas-Ofen gewesen sein.

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Rettungssanitäter waren als erste vor Ort. Die Hausbewohner hatten kurz nach 10 Uhr die Notrufnummer 112 gewählt und über starkes Unwohlsein und Schwindel geklagt. Weil Rettungssanitäter standardmäßig mit sogenannten Co-Meldern ausgerüstet sind, schlugen diese Geräte beim Betreten des Haus Alarm. Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas und zudem extrem giftig. Dass die Melder anschlugen, löste in der Folge einen Großalarm aus. Notarzt, Polizei und Feuerwehr rückten umgehend aus. „Es herrschte Explosionsgefahr“, sagte Ortsbrandmeister Florian Bethmann, der den Einsatz leitete.

Nachdem die drei Hausbewohner in den Rettungswagen mit Sauerstoff versorgt wurden, untersuchten mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuerwehrleute den Bungalow nach der Unglücksursache. Sie legten die Heizung still und brachten einen Propangas-Campingofen aus der Küche nach draußen ins Freie. Ein als Sachverständiger hinzugezogener Heizungsfachmann machte später den Ofen als Unglücksursache aus, teilte die Polizei auf Nachfrage mit.

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Insgesamt waren 27 Feuerwehrleute mit zahlreichen Fahrzeugen, zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizei, zwei Rettungs- und ein Notarztwagen im Einsatz an der Schulstraße. Die Hausbewohner seien in letzter Minute aus dem Haus gerettet worden, sagte der erfahrene Einsatzleiter Bethmann. Die Lage sei „sehr bedrohlich“ gewesen. Einfach nur das Fenster zu öffnen oder an die frische Luft zu gehen, reiche bei einer Kohlenmonoxid-Vergiftung nicht aus, weil das Gas die Sauerstoffaufnahme blockiere und sich im Blut anreichere. Bis zu 24 Stunden nach einer Vergiftung bestecke noch Erstickungsgefahr.

Von Joachim Dege

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