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Uetze

Schwarzer Herzog lagert zweimal in Burgdorf

Dieses Denkmal erinnert daran, dass der Schwarze Herzog 1809 in Burgdorf war.

Dieses Denkmal erinnert daran, dass der Schwarze Herzog 1809 in Burgdorf war.

Burgdorf. Ein Denkmal erinnert an der Immenser Landstraße daran, dass der Schwarze Herzog, Friedrich-Wilhelm I. von Braunschweig-Lüneburg-Oels, am 2. August 1809 vor den Toren Burgdorfs mit seinem Freikorps, der Schwarzen Schar, lagerte. Weitgehend unbekannt ist hingegen, dass der sagenumwobene Freiheitskämpfer nach seiner Rückkehr aus dem englischen Exil ein weiteres Mal in Burgdorf war. Auf dem Weg von England nach Braunschweig, wo inzwischen die französischen Machthaber vertrieben waren, übernachtete er am 21. Dezember 1813 in der Stadt.

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Die zweite Stippvisite hatte nach den Worten des früheren Burgdorfer Stadtführers Erich Rode einen Grund: „Burgdorf war nach dem Wiederaufbau nach dem Brand von 1809 eine Vorzeigekleinstadt geworden. Der Schwarze Herzog war einer der Ersten, der öffentlich würdigte, was man beim Wiederaufbau geleistet hatte“, sagt Rode. Friedrich-Wilhelm I. von Braunschweig-Lüneburg-Oels habe diese Leistung beurteilen können, weil die Stadt bei seinem ersten Besuch in Schutt und Asche gelegen habe. Am 25. Juni 1809 hatte ein Großfeuer mehr als 200 Gebäude vernichtet. „Von den wichtigen Gebäuden ist nur das Schloss stehengeblieben“, berichtet Rode. Außerdem seien einige Häuser am Brandende von den Flammen verschont geblieben.

Erich Rode zeigt die Kopie eines Zeitungsartikels aus dem Jahr 1949, in dem über den zweiten Besuch des Schwarzen Herzogs 1813 in Burgdorf berichtet wird.

Erich Rode zeigt die Kopie eines Zeitungsartikels aus dem Jahr 1949, in dem über den zweiten Besuch des Schwarzen Herzogs 1813 in Burgdorf berichtet wird.

Um den Wiederaufbau der Stadt machte sich laut Rode insbesondere der Amtmann Johann Friedrich von Ompteda verdient. „Der ist beurlaubt worden, damit er sich um den Wiederaufbau kümmern konnte“, erzählt der 83-Jährige. Ompteda habe zuerst Schulen und Apotheken errichten lassen. Das heutige Rathaus I sei erst zum Schluss gebaut worden.

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Ompteda habe zudem veranlasst, dass die Wassergräben am Schloss mit Schutt zugeschüttet wurden. Er habe auch das Straßennetz verändert. „Er hat die Markt-, die Post- und andere Straßen im Stadtkern begradigt. Vorher war alles krumm“, sagt Rode. So sei das heutige Straßennetz in der Altstadt entstanden. Ompteda habe Brandmauern auch eingeführt, um eine erneute Feuersbrunst zu verhindern.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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