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Burgdorf

Verkehr darf wieder durch Sorgensen rollen

Die Schilder auf dem auch für Radfahrer freigegebenen Fußweg an der Hauptstraße hängen gefährlich tief.

Die Schilder auf dem auch für Radfahrer freigegebenen Fußweg an der Hauptstraße hängen gefährlich tief.

Sorgensen. Mit Beginn des Wonnemonats soll auf der Hauptstraße in Sorgensen der Verkehr wieder rollen. Die Landesstraßenbaubehörde hat angekündigt, dass die Sanierung der Straße abgeschlossen sei, die Absperrbaken am Dienstagabend entfernt würden und die Ortsdurchfahrt pünktlich zum 1.-Mai-Feiertag freigegeben werde. Anwohner und Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC) äußern derweil Kritik an der neuen Infrastruktur für die Fahrradfahrer.

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Am Montag herrschte reger Verkehr auf der Hauptstraße im Zuge der Landesstraße 311. Verbotsschildern und Sperrbaken zum Trotz bahnten sich Lastwagen und Autos ungerührt den Weg durchs Dorf zur Bundesstraße 188. Für Ortsvorsteher Dirk Schwerdtfeger nichts Neues: Während der gesamten Bauzeit habe Wildwest geherrscht, beschrieb er das Gebahren vieler Autofahrer. Ursache für die Missachtung der Sperrung der L 311 war am Montagnachmittag die stundenlange Sperrung der B 188 zwischen Schwüblingser Kreisel und Hülptingsen nach einem schweren Unfall.

Sorgenser ertragen Bauarbeiten „relativ entspannt“

Gleichwohl zeigt sich Schwerdtfeger zufrieden. Die Sorgenser hätten die Einschränkungen während der langen Bauzeit „relativ entspannt hingenommen“. Die Ortsdurchfahrt mit neuen Bushaltestellen, neuen Fuß- und Radwegen bezeichnete er als gelungen. Kleine Mängel gelte es nachzujustieren. Die Tiefbauabteilung der Stadt habe ihm bei einem Treffen in der vergangenen Woche zugesagt, dass dies zeitnah geschehen soll.

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Kritik setzt es an der Radwegeführung. Anwohnerin Dagmar Harke sieht an mehreren Stellen die Verkehrssicherheit von Radlern gefährdet: Schilder auf dem auch für Radfahrer freigegebenen Fußweg sind so tief angeschraubt, dass Fußgänger und Radler mit dem Kopf dagegen stoßen können. Die Landesstraßenbaubehörde kündigte an, dass sie nachbessern will.

Die zwischen Verkehrsinseln angelegte Abbiegehilfe für Radfahrer am Ortsausgang Richtung Burgdorf ist nach Ansicht des ADFC viel zu kurz geraten.

Die zwischen Verkehrsinseln angelegte Abbiegehilfe für Radfahrer am Ortsausgang Richtung Burgdorf ist nach Ansicht des ADFC viel zu kurz geraten.

Die Vorsitzende des ADFC, Beate Rühmann, kann die Kritik in Teilen nachvollziehen: „Das geht gar nicht“, sagt die Fachfrau für Radwege zum Schilder-Lapsus. Auch die Rampen zu den Seitenstraßen seien zu hoch und für Radfahrer gefährlich, etwa wenn Eisglätte herrsche oder ein Auto Öl verloren habe. Als misslungen beurteilt Rühmann die in eine Mittelinsel eingebaute Abbiegehilfe für Radler am Ortsausgang Richtung Burgdorf. Dort hätte eine Fahrspur zum Einfädeln angelegt gehört. Und die Aufstellfläche sei zu klein geraten. Die Straßenbauer halten dagegen: „Diese Radverkehrsführungsform findet in vielen Ortsdurchfahrten der Region Hannover Anwendung, ist richtlinienkonform und mit der Polizei und der Verkehrsbehörde abgestimmt.“

Kanalbauarbeiten sorgen für längere Bauzeit

Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt dauerte fast drei Monate länger als ursprünglich geplant. Für einen zeitweiligen Baustopp sorgten in Plänen nicht eingezeichnete Versorgungskabel über dem alten Abwasserkanal, den die Stadt erneuern ließ.

Von Joachim Dege

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