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Uetze/Burgdorf

Zu trocken: Wenige Jungstörche überleben

Ein Jungstorch erkundet die Umgebung seines Nests und lässt sich auch schon mal auf Nachbardächern nieder.

Ein Jungstorch erkundet die Umgebung seines Nests und lässt sich auch schon mal auf Nachbardächern nieder.

Uetze/Burgdorf.Zwar haben die Störche in fast allen Uetzer Nestern gebrütet, doch infolge der langen Trockenheit hat es nur das Dedenhäuser Paar geschafft, drei Junge aufziehen, die inzwischen flügge sind. In allen anderen Nestern haben die Alttiere im Verlauf der vergangenen Wochen die schwächsten Jungstörche aus dem Nest geworfen. Der Grund: Sie fanden einfach nicht genug Futter, um alle Nestinsassen satt zu bekommen.

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„Lediglich die schon im April geschlüpften Jungen konnten noch hinreichend mit Regenwürmern versorgt werden“, berichtet der Storchenbeauftragte der Region Reinhard Löhmer. Danach begann die Trockenheit und die Regenwürmer wurden knapp. Auch die Feldmäuse – bei den Störchen ein beliebter Leckerbissen – machten sich in diesem Jahr rar. „Diese Engpässe in der Ernährung konnten im Mai und Juni durch Großinsekten wie Heuschrecken oder Käfer nur bedingt kompensieren.“

Letztendlich haben laut des ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten Erhard Zander im Gemeindegebiet Uetze sechs junge Störche überlebt. Neben den Dreien in Dedenhausen – deren Eltern offenbar in den Fuhseniederungen ausreichend Futter fanden – sind in Obershagen, Hänigsen und Uetze jeweils ein Jungstorch groß geworden. „Aus dem Obershagener Nest wurden zwei Jungtiere und aus dem Hänigser und dem Uetzer jeweils ein Jungstorch geworfen“, berichtet Zander. „In Dachtmissen gibt es gar keinen Jungstorch mehr.“

Alle, die es geschafft hat, sind inzwischen flügge und erkunden ihre Umgebung. Dazu gehört auch, sich mal auf fremden Dächern umzuschauen. Ab Mitte August sammeln sich die Jungstörche und fliegen nach Süden ins Winterquartier. Die Altstörche folgen etwa eine Woche später.

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Von Anette Wulf-Dettmer

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