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Burgwedel

Abwassergebühr steigt zum 1. Januar

Die Abwassergebühren in der Stadt Burgwedel steigen ab Januar 2019.

Die Abwassergebühren in der Stadt Burgwedel steigen ab Januar 2019.

Burgwedel. Ab dem 1. Januar 2019 sollen die Burgwedeler für die Abwasserbeseitigung 2,12 Euro pro Kubikmeter zahlen. Für diese Erhöhung um 23 Cent hat der Finanzausschuss am Donnerstagabend grünes Licht gegeben. Es ist die erste Gebührenerhöhung bei der Abwasserbeseitigung seit 2012.

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Grundlage für die Erhöhung ist die Betriebskostenabrechnung 2017: Unter dem Strich fehlten knapp 300.000 Euro, die nun auf die Gebührenzahler umgelegt werden müssen. „Wir kalkulieren jedes Jahr mit 500.000 Euro für die Sanierung im Abwasserbereich“, sagte Burgwedels Kämmerer Christian Möhring. Die Sanierung des Kanalnetzes in Wettmar war jedoch deutlich teurer geworden – so kam das Minus zustande. Das sei aber eine Ausnahme gewesen, in den nächsten Jahren sei mit ähnlichen Defiziten nicht zu rechnen.

Noch nicht eingepreist in die Kalkulation der nächsten drei Jahre ist hingegen der Anschluss Fuhrbergs an die Kläranlage in Großburgwedel und deren Erweiterung. „Das wird sich aber auch nicht stark auf die Gebühren auswirken“, sagte Möhring. Die Stadt könne die Investitionen nur über die Abschreibungen auf die Gebühren umlegen – und diese Maßnahmen würden immerhin auf 40 Jahre abgeschrieben. Unter dem Strich mache das pro Jahr keine großen Veränderungen aus.

Größere Veränderungen könnten hingegen in der Organisation der Abwasserbeseitigung in Burgwedel anstehen. Ein Eigenbetrieb? Eine GmbH oder GbR? Die Politiker sollen bei einer „Abwasser-Klausur“ hinter verschlossenen Türen demnächst beraten, ob und welche Veränderung denkbar wäre. Die Verwaltung hat sich bereits Tipps von Experten eingeholt und ein laut Möhring 25-seitiges Konzept erarbeitet, das Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen abwägt. „Einen Verkauf sehen wir nicht, da sind sich Verwaltung und Politik eigentlich einig“, sagte der Kämmerer. Zumal es ein hochkomplexes Thema sei – Burgwedel besitzt immerhin nicht nur ein Kanalnetz, sondern auch eine eigene Kläranlage. Neben der Gründung eines Eigenbetriebs für die Abwasserbeseitigung in der Stadt wären auch Kooperationen mit externen Partnern denkbar, die eine Art „kleine Stadtwerke“, wie Möhring es nannte, zur Folge haben könnte.

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„Das ist eine genauso zukunftsweisende Entscheidung, wie die für das Gymnasium“, sagte der Finanzausschussvorsitzende Heinrich Neddermeyer (CDU). „Wir müssen klären: Wo wollen wir hin in Burgwedel?“. Einig war sich der Ausschuss, dass so eine Entscheidung nicht übers Knie gebrochen werden dürfe und intensive Beratungen und Informationen brauche. „Vielleicht lohnt es sich auch, da noch einmal ein externes Büro einzubinden“, sagte Michael Kranz (CDU). Im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss soll nun über das weitere Vorgehen diskutiert werden.

Von Carina Bahl

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