Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Burgwedel

Im Gewerbegebiet gibt es keine Baufläche mehr

Relog-Geschäftsführer Ludwig Busse (Mitte) beantwortet die Fragen von Wirtschaftsklub-Chef Uwe Haster (links) und Moderator Andreas Rose.

Relog-Geschäftsführer Ludwig Busse (Mitte) beantwortet die Fragen von Wirtschaftsklub-Chef Uwe Haster (links) und Moderator Andreas Rose.

Kleinburgwedel. Maßgeschneiderte Gewerbeflächen für Firmen in der Stadt zu finden – darin sieht Bürgermeister Axel Düker eine wesentliche Aufgabe seiner Verwaltung, um die Unternehmen entweder halten oder neue Betriebe ansiedeln zu können. „Die Schwierigkeit besteht nicht darin, Interessenten zu akquirieren, sondern ihnen Platz zu bieten“, sagte Düker am Donnerstagmorgen beim Businessfrühstück des Wirtschaftsklubs im Relog-Neubau.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Burgwedels Bürgermeister Axel Düker begrüßt gut 60 Unternehmer in Kleinburgwedel.

Burgwedels Bürgermeister Axel Düker begrüßt gut 60 Unternehmer in Kleinburgwedel.

Nicht ohne Grund griff der Verwaltungschef das Thema bei diesem Termin auf: Denn nach mehreren Standortwechseln in Großburgwedel baute Relog, ein Dienstleister  für Lohn- und Gehaltsabrechnungen, im Gewerbegebiet am Albrecht-Thaer-Ring in Kleinburgwedel auf 4000 Quadratmetern ein neues Gebäude für die gut 150 Mitarbeiter. „Und wir fühlen uns hier sehr wohl“, betonte Firmenchef Ludwig Busse vor den gut 60 Unternehmern aus dem Norden der Region mit Blick auf die Größe und den Zuschnitt des Gewerbegebiets. „Mit unserer Firma gehören wir nicht an einen Standort mit Giganten wie Rossmann oder Fiege“, sagte Busse.

Diese Einschätzung teilen nach Aussage Dükers offenbar auch andere kleine und mittelständische Betriebe: „Das Gewerbegebiet in Kleinburgwedel ist ausgebucht“, sagte er und warb dennoch für seine Kommune, die von vielen Ortsteilen perfekt an die Autobahnen angebunden sei. Gleichwohl, ergänzte er auf Nachfrage von Moderator Andreas Rose, verzichteten die Nordkommunen auf einen Wettbewerb: „Wir sehen uns eher als Wirtschaftsraum.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Gleichwohl schaue Burgwedel auf die „Bedürfnisse der Kunden, also der Unternehmer“. Deshalb gebe es im Gewerbegebiet Großburgwedel jetzt Angebote für Firmen, die mehr als 5000 Quadratmeter benötigen – in Kleinburgwedel kauften die Betriebe zwischen 1000 und 5000 Quadratmetern Bauland. Dass Düker die Unternehmer als Kunden bezeichnete, freute Wirtschaftsklub-Chef Uwe Haster besonders: „Das zeigt mir, dass im Rathaus Burgwedel der richtige Geist herrscht.“

In einem Bereich, das zeigte die Debatte eindrucksvoll, werden die Betriebe über die Grenzen der Kommunen hinweg zusammenarbeiten müssen: „Früher haben sich die Mitarbeiter bei uns beworben, heute bewerben wir uns bei ihnen“, brachte es Busse auf den Punkt – und reichte zugleich seine Mitgliedserklärung im Wirtschaftsklub ein. Die Vernetzung quer durch die Branchen und in einem Wirtschaftsraum lobte Andrea Kuschetzki von Uni-Transfer, einer Tochter der Leibniz-Universität. Sie stellt in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Langenhagener Wirtschaftsförderung in Betrieben vor, wie Universität und Unternehmen zusammenarbeiten können: „Das reicht von einem Forschungsauftrag bis hin zu der Hilfe bei der Suche nach Werkstudenten“, sagte sie und lud zugleich alle Unternehmer ein, sich zu informieren – unabhängig von deren Standort.

Andrea Kuschetzki von Uni-Transfer wirbt mit den Moderatoren Andreas Rose (Mitte) und Ulrich Seiboth für eine Kooperation zwischen Universität und Unternehmen.

Andrea Kuschetzki von Uni-Transfer wirbt mit den Moderatoren Andreas Rose (Mitte) und Ulrich Seiboth für eine Kooperation zwischen Universität und Unternehmen.

Beide wirtschaftliche Vereinigungen in  Burgwedel machen sich für die Ausbildermesse Startklar stark, die Stadt und Region am Freitag, 2. März, gemeinsam mit bislang rund 20 Firmen in der Aula der IGS/Oberschule Burgwedel veranstalten wollen.

Der 2017 neu gegründete Zusammenschluss Wirtschaft Initiative Burgwedel (WIB) wird sogar mit einem eigenen Stand neben der Ausstellungsfläche der Region Hannover vertreten sein. Vorsitzender Dirk Breuckmann freut sich, dass die WIB sich dort das erste Mal in der Öffentlichkeit präsentieren wird. Man wolle damit deutlich machen, ein Ansprechpartner für die Firmen zu sein, die an der Messe teilnehmen. Derweil hat Stefan Müller, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Großburgwedeler Kaufleute, den IGK-Mitgliedern in einer Rundmail ans Herz gelegt, ihren Betrieb zu präsentieren und direkte Kontakte zu den Schülern zu knüpfen, die nach der Schule in die Ausbildung starten wollen. Denn es werde zunehmend schwerer, Ausbildungsplätze zu besetzen.

Von Antje Bismark

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.