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Burgwedel

IPads für alle Burgwedeler Schulen

Hat den Medienentwicklungsplan für Burgwedel entwickelt: Der städtische EDV-Experte Steffen Plapper.

Hat den Medienentwicklungsplan für Burgwedel entwickelt: Der städtische EDV-Experte Steffen Plapper.

Großburgwedel.Die Einführung digitaler Medien im Unterricht an den Burgwedeler Schulen verzögert sich weiter: Die Mitglieder des Schulausschusses mochten am Dienstagabend dem Medienentwicklungsplan der Stadt noch nicht zustimmen und vertagten das Thema auf die nächste Sitzung des Gremiums. Der Plan sieht vor, alle Burgwedeler Schulen mit einer gewissen Anzahl von IPads und weiterer digitaler Technik auszustatten – sowohl die Grundschulen als auch die weiterführenden Einrichtungen.

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Klärungsbedarf sehen die Mitglieder des Ausschusses vor allem in der Frage der technischen Unterstützung. 1,5 Mitarbeiter – so rechnet die Stadt – werden benötigt, um die rund 400 Geräte zu administrieren und zu pflegen. Entsprechende Planstellen stehen deshalb im Plan. „Geht das nicht besser und vor allem günstiger?“, wollten die CDU-Mitglieder in einem im Vorfeld an die Verwaltung versandten Fragenkatalog zum Thema wissen. „Nein“, sagt Hauptamtsleiter Götz Gero Moeller in seiner Antwort: „Funktioniert etwas nicht, dann brauchen wir kurze Reaktionszeiten und damit einen Support vor Ort.“ Und günstiger würde es auch mit einer Fremdvergabe nicht, rechnet Moeller vor. „Bei Stundensätzen zwischen 100 bis 150 Euro wird das ganz schnell richtig teuer.“

Was mit Tablets und digitalen Tafeln im Unterricht alles möglich ist, verdeutlichte Schulleiter Robert Baberske noch einmal den Ausschussmitgliedern. Drei Beispiele hat der Direktor des Gymnasiums Großburgwedel parat.

Im Geschichts- und Erdkundeunterricht: Die Schüler können mit digitalen Karten arbeiten, sich auf den kleinen Rechnern in viele Details reinzoomen. Dabei können beispielsweise auch zeitliche Verläufe dargestellt werden. „Da gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die mit analogen Karten einfach nicht machbar sind“, sagt Baberske.

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Im naturwissenschaftlichem Unterricht: Hier eröffnen sich nach den Worten des Schulleiters ganz neue Chancen. So können die Schüler auf den IPads virtuelle Versuche durchführen, die man in der Praxis einfach nicht realisieren kann. „Schüler können sogar in ein Kernkraftwerk hineinschauen und ausprobieren, was passiert, wenn man beispielsweise die Betriebstemperatur im Reaktorblock per Schieberegeler erhöht oder in einem Chemieversuch die doppelte Menge einer Chemiekalie hinzufügt“, beschreibt Baberske die Möglichkeiten der digitalen Technik.

Im Fremdsprachenunterricht: Die Schüler können individuell mit Audio- und Videodateien arbeiten – und zwar jeder Schüler so schnell, wie er es persönlich benötigt. Das sind ganz neue Perspektiven, das ist im herkömmlichen Unterricht nicht möglich“, sagt der Schulleiter.

Und: Es gibt nach Baberskes Worten in allen Fächern die Möglichkeit, viel effizienter zusammenzuarbeiten. So kann die richtige Lösung eines Schülers mit einem Klick für alle an der digitalen Tafel sichtbar gemacht werden. Aber auch das Arbeiten mit Papier und Stiften wird es weiterhin geben, und auch diesen Bereich können die Tablets unterstützen. Eine Zeichnung oder eine Lösung kann abfotografiert und ganz einfach allen Schülern auf deren kleinen Rechnern zugänglich gemacht werden.

Die Kommunalpolitiker werden sich in den nächsten Wochen erneut mit dem Thema beschäftigen. Rund 650.000 Euro würde die Umsetzung des Medienentwicklungsplans im kommenden Jahr kosten. „Das ist eine Menge Geld. Da kann ich verstehen, dass die Politiker sich in Ruhe beraten wollen“, sagt Bürgermeister Axel Düker. Und selbst wenn dann der Haushalt für das kommenden Jahr bereits verabschiedet sein sollte, „wird sich ein Weg finden, wie wir das Projekt umsetzen können“, sagt der Verwaltungschef.

Von Thomas Oberdorfer

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